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Liebe und Versöhnung oder Hass und Streit? - Osternacht

Feierlich wurde das Osterfest in der Pfarrei begangen. Bei der Osternachtfeier wurde die Osterkerze am geweihten Feuer vor der Pfarrkirche entzündet. Die gesangliche Umrahmung erfolgte durch den Kirchenchor.      

 Nach alter Überlieferung postierten sich Ministranten rund um die Pfarrkirche an der Osternacht und machten mit ihren „Ratschen“ auf den Beginn des Gottesdienstes aufmerksam. An den Eingängen der Pfarrkirche verkauften Mitglieder der Kolpingfamilie am Karsamstag Kerzen, die beim Einzug der Ministranten entzündet wurden, um Licht ins Gotteshaus zu bringen. Pfarrer Sulzer zog zunächst außerhalb des Gotteshauses zum Kirchplatz, wo die Feuerweihe stattfand. Am geweihten Feuer wurde die neue Osterkerze entzündet. Pfarrer Werner Sulzer trug vom hinteren Kirchenportal aus die entzündete Osterkerze in das finstere Gotteshaus und sang „Lumen Christi“, worauf das Volk mit „Deo gratias“ antwortete. Auch die Erstkommunionkinder zogen mit selbst gebastelten Kerzen mit in die Pfarrkirche ein. Die Ministranten gaben das Licht des geweihten Feuers an die Besucher weiter. Vom Licht der neuen Osterkerze wurden auch die neuen Kerzen am Altar und das „ewige Licht“ entzündet.

 In seiner Predigt sagte Pfarrer Werner Sulzer, der landläufige Sprachgebrauch unterscheidet zwischen Gläubi­gen und Ungläubigen. Die einen glauben eben nicht an die Exi­stenz Gottes, während die anderen glauben, dass Gott existiert. Oft wird dabei unterstellt, dass sich die Ungläubigen auf dem sicheren Grund des Wissens bewegen, sich mit dem begnügen,  was sicher ist, während Gläubige sich auf das schwankende Ter­rain des Glaubens begeben – Der Unterton, der dabei mitklingt, reicht von abschätzig- verächtlich „Naja, die Dummerchen“ bis hin zu bewundernd-neidisch. Ich würd´  ja gerne glauben. So der scheinbare Unterschied. Doch das geht am Kern der Sache vorbei, denn es geht um et­was viel Grundsätzlicheres. Es geht um die Frage: Was bleibt am Ende des Lebens? Bleibt das Leben, das wir zeitlebens in all seiner Dynamik erfah­ren, oder Tod, mit dem wir immer wieder und endgültig am Ende konfrontiert sind? Was triumphiert am Ende: Gerechtigkeit, nach der wir uns sehnen, oder das Unrecht, das wir tagtäglich erleben. Was erweist sich als stärker: Liebe und Versöhnung oder Hass und Streit? Was bleibt am Ende des Lebens? Das ist DIE Frage. Eine Frage, der sich jeder Mensch stellen muss, weil jeder von uns mit beidem konfrontiert ist. Bei der es kein Mittelding, kein Unentschieden gibt. Und egal wie meine Antwort ausfällt. Es ist immer eine Antwort des Glaubens, weil keiner weiß, was bleibt. Was bleibt am Ende des Lebens? Leben oder Tod, Gerechtigkeit oder Unrecht, Liebe oder Hass? Karfreitag oder Ostern markieren die beiden äußersten Pole dieser Möglichkeiten. Karfreitag repräsentiert ein Höchstmaß an Hass, Unrecht und Tod. Am Karfreitag zeigt der Hass seine hässlichste Fratze. Völlig sündenfrei ist dieses Todesurteil das größtmögliche Unrecht, ein Supergau der Gerechtigkeit. Am Kreuz entschläft Jesus nicht einfach ganz sanft, wie man sich vielleicht mit dem Tod abfinden könnte, sondern das ist die schrecklichste Form des Sterbens, er wird zu Tode gequält. Ist es das, wovon ich glaube, dass es letztendlich bleibt? Wer daran glaubt, hat schwer zu tragen an der Last dieser Entscheidung. Für mich ist die Vorstellung unerträglich. Oder glaube ich an Ostern, an den Sieg des Lebens, an den Triumph einer Gerechtigkeit, an die bleibende Kraft der Liebe. Freilich von selbst setzen sich Liebe, Gerechtigkeit, Leben nicht durch. Eine rein diesseitige Betrachtung der Welt rechtfertigt diesen Glauben nicht. Sie übersteigen unsere menschlichen Möglichkeiten. Sie übersteigen sogar Jesu menschliche Möglichkeiten. Er geht nicht von selbst ins Leben, in die Liebe, in die Gerechtigkeit. Gott muss aktiv werden. Er tritt in Aktion. Gott hat ihn von den Toten auferweckt, Gott sorgt für Gerechtigkeit, Gott bestätigt seinen Weg der Liebe. Der Geistliche fragte die Kirchbesucher „Was bleibt am Ende des Lebens? Leben oder Tod, Gerechtigkeit oder Unrecht, Liebe oder Hass? Für mich ist es keine Frage, woran ich glauben will, auch wenn dieser Glaube zugegebenermaßen immer wieder ins Schwanken gerät angesichts der Verlockungen und Eindrücke dieser Welt. Umso wichtiger ist für mich Ostern, das Fest des Lebens, das einmalige Osterfest im Frühling und das wöchentliche Osterfest jeden Sonntag, um in mir diesen Glauben wachzuhalten, dass am Ende Liebe, Gerechtigkeit und Leben stehen“. 

 Nach der Taufwasserweihe wurden kleine Schälchen mit dem geweihten Wasser gefüllt und von den Ministranten an die Kirchbesucher weiter gegeben. Jeder Kirchbesucher machte sich mit dem geweihten Wasser das Kreuzzeichen auf die Stirn.

 

 

 

 



Zahlreiche Gläubige beteiligten sich an der Palmprozession

In der Pfarrei wurde am Sonntag feierlich der Palmsonntag mit einer Palmprozession gefeiert. Um 9.15 Uhr hatten sich die Gläubigen vor der Kirche "St. Georg" versammelt.

 Eröffnet wurde die Feier mit einem Choral von der Blaskapelle "St. Ägidius". Pfarrer Werner Sulzer sagte "Jesus hält Einzug in seiner Stadt. Durch sein Auftreten hatte er Aufsehen erregt". Die einen waren begeistert, die Anderen wussten nicht was sie davon halten sollten und die Reichen lehnten Jesus ab.  Die Erstkommunionkinder lasen Texte vor. Im Anschluss daran segnete Pfarrer Sulzer die mitgebrachten Palmbüschel. In einer feierlichen Prozession zogen die Gläubigen dann in die Pfarrkirche ein, angeführt von der Blaskapelle St. Ägidius, Ministranten, Pfarrer Werner Sulzer, den Erstkommunionkindern, sowie zahlreichen Gläubigen der Pfarrgemeinde. Auch die Mitglieder der Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderates beteiligten sich an der Prozession.

 Die Erstkommunionkinder hatten mit ihren Tischmüttern und den Eltern die Palmbuschen angefertigt. An einen Stock wurden Zweige von Thujen und Palmkätzchen gebunden, verziert mit bunten Bändern. Stolz präsentierten die Kinder ihre schönen Palmbuschen. In der Pfarrkirche wurde beim Gottesdienst die Passion von Kindern vor dem Altar vorgetragen.



Pfarrgemeinderatsmitglieder verabschiedet

Bild: v.l.n.r. hintere Reihe: Rupert Fochtner, Ferdinand Holler, Pfarrer Werner Sulzer, Michael Lobenhofer, Johann Bauer, Josefine Eckmeder; v.l.n.r. vordere Reihe: Angela Graf, Petra Pirzer, Margarete Edenharter, Anneliese Fochtner 

 Nach dem Gottesdienst am Palmsonntag in der Pfarrkirche wurden die ausgeschiedenen Pfarrgemeinderatsmitglieder der Pfarrei verabschiedet.

 Den ausgeschiedenen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates 2014 bis 2018 gilt der aufrichtige Dank. „Zum Teil gehörten sie dem Gremium viele Jahre an, haben ihre Zeit, Kraft und Ideen in die Pfarrgemeinde investiert und damit das Leben unserer Pfarrei bereichert. Dafür ein ganz herzliches Vergelt´s Gott. Ich hoffe, dass sie uns auch weiterhin in irgendeiner Weise unter­stützen und der Pfarrei erhalten bleiben“, betonte Pfarrer Werner Sulzer. Josefine Eckmeder (4 Jahre), Margarete Edenharter (4 Jahre), Rupert Fochtner (4 Jahre), Ferdinand Holler (4 Jahre), Petra Pirzer (5 Jahre), Michael Lobenhofer (8 Jahre), Anneliese Fochtner (16 Jahre), Johann Bauer (20 Jahre – davon 16 Jahre als Vorsitzender bzw. Sprecher) und Angela Graf (28 Jahre). Als äußeres Zeichen überreichte der Geistliche einen Dankesbrief und einen Blumenstock. Die Kirchbesucher dankten mit einem Applaus den ausgeschiedenen Pfarrgemeinderatsmitgliedern.


Der Bestand an Kinderbüchern wird erneuert

 „Lesen ist und bleibt die wichtigste Kulturtechnik“, sagte Johann Bauer, Sprecher des Pfarrgemeinderates, bei einem Besuch in der Pfarr- und Gemeindebücherei.

 Damit dies auch weiterhin so bleibe und gefördert werden können, überreichte er zusammen mit Pfarrer Werner Sulzer an Büchereileiterin Gudrun Jeziorowski eine Spende von 300 Euro zur Anschaffung von neuen Medien. Diese Spende ist Teil der Erlöse von verschiedenen durchgeführten Aktionen des Pfarrgemeinderates, wie z. B. Verkauf von Kaffee und Kuchen beim Adventsmarkt und Erlös Backen und Verkauf von Adventslebkuchen. Damit wird die Einrichtung, die zurzeit den Kinderbuchbestand erneuert, unterstützt. Leiterin Gudrun Jeziorowski will mit dem Geld die Bücherei mit „Tip-Toi-Büchern“ bereichern.

 Wie Johann Bauer erwähnte, habe der Pfarrgemeinderat von den durchgeführten Aktionen ebenfalls die Ministranten mit einer Spende von 400 Euro unterstützt. „Dieses Geld wird für die Ministrantenfahrt nach Rom 2018 verwendet“.