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Martinsfest des Kindergartens

Im Kindergarten St. Georg fand das Martinsfest in Schmidmühlen statt. Dank eines gut durchdachten Konzeptes konnte an dem Martinsfest festgehalten werden, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

 Herr Pfarrer Werner Sulzer stellte nicht nur den Pfarrgarten zur Verfügung, er verfasste auch das szenische Martinsspiel und wirkte hierbei mit. Ab 16.30 Uhr trafen die Kindergartenkinder zu gestaffelten Zeiten im Kindergarten ein und zogen in Kleingruppen mit ihren selbstgebastelten Laternen durch Schmidmühlen hin zum Pfarrgarten. Dort wurden sie von einem Soldaten, gespielt von Elternbeiratsvorsitzenden Claudia Zollbrecht, in Empfang genommen. Szene zwei zeigte einen armen Bettler, dargestellt von Stephanie Lautenschlager, und St. Martin, Thomas Sollfrank, mit seinem echten Pferd. Die dritte Szene zeigte den schlafenden Hauptmann Martin, zu dem im Traum Gottes Stimme, Herr Pfarrer Werner Sulzer, sprach. Durch diese Szene führte Daniela Sollfrank in Gestalt einer Maus. Zum Ende des Martinsspiels erwartete die Kinder noch die Gans Berta mit ihrem Gänsehirten, Nicole Meiler.

 Im Anschluss an jede Szene konnten die Kinder die jeweils passende Strophe des allseits bekannten Martinsliedes singen. Die Kinder waren aktiv im Martinsspiel integriert. So wurde es nicht zuletzt dank der talentierten Darsteller und ihren tierischen Begleitern ein schönes, besonderes und ergreifendes Martinsfest. Traditionellen Abschluss bildete auch heuer wieder das Austeilen der Martinsgänse an die Kindergartenkinder. Hierfür gilt der Pfarrei besonderer Dank.

Auch die Krippenkinder kamen in den Genuss der Martinsgänse. Diese feierten am Mittwoch 11. November zusammen mit dem Personal im Garten des Kindergartens.

 



Herr, wir stehen an den Gräbern unserer Lieben

Allerheiligen wurde in der Pfarrei mit drei Friedhofsgängen würdig begangen. Neben dem Altar stand eine Stellwand mit den 17 Sterbebildern der Verstorbenen.

 „Sich erinnern ist eine zutiefst menschliche Fähigkeit.

So wollen wir uns an Menschen erinnern, die mit uns gelebt, unser Leben geprägt haben. In besonderer Weise erinnern wir uns an die 17 Personen, die wir seit dem letzten Allerheiligen zu Grabe tragen mussten“, betonte Pfarrer Werner Sulzer. Die Namen der Verstorbenen wurden vorgelesen und jeweils eine Kerze entzündet. 

  In seiner Predigt sagte Pfarrer Werner Sulzer, liebe Mitchristen, In einer Todesanzeige fand ich einmal die folgenden Zeilen: „Gestern warst du noch bei uns mit deinem Lachen, mit deiner Freude, mit deinen Worten. Heute bist du bei uns in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. Morgen wirst du bei uns sein in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen“.

 Mit dem Tod gehört das Leben eines Menschen, mit dem wir  viele Jahre, ja Jahrzehnten verbracht haben, der Ver­gangenheit an. Es gibt auf Erden keine Zukunft mehr. Sie ist uns geraubt.

Diese Vergangenheit ist festgehalten auf Bildern und Filmen, festgehalten in unserem Gedächtnis, in dem, was wir bewusst oder auch unbewusst abgespeichert haben. Dabei verklärt sich mit der Zeit im Rückblick diese Vergangenheit. Es bleiben zum Glück eher das Lachen, die Freude, die guten Worte. Heute bist du bei uns in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. Gerade in der ersten Zeit, wobei diese erste Zeit durchaus Monate, manchmal Jahre dauern kann, überwiegt die Trauer, die Tränen, die Fragen. Gerade der vorzeitige oder tragische Tod eines Menschen wirft Fragen auf, auf die es zumeist keine Antwort gibt und die wir deshalb irgendwann getrost zur Seite legen dürfen. Vor allem aber sind es Tränen, in denen der geliebte Mensch in der Phase der Trauer präsent ist. Wenn wir an ihn denken, fließen Tränen. Das ist unangenehm, traurig, aber stellen Sie sich einmal das Gegenteil vor, dass Sie die Erinnerung an diesen Menschen völlig kalt lässt, ist noch trauriger.

Tränen sind das Spülmittel unseres Seelenschmerzes.

Eine Auszeichnung für den Verstorbenen,

 Die Stufen, auf denen der Verstorbene zum Himmel aufsteigt.

Im Moment des Todes ist es kaum vorstellbar, aber es gibt tat-sächlich auch eine Zukunft. Morgen wirst du bei uns sein in Erin­nerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.  

Die Vergangenheit ist nie nur vergangen, sie ist unter­schiedlich präsent, wirkt in die Gegenwart hinein, hat uns doch dieser Mensch mehr oder minder stark geprägt.

Typische Verhaltensweisen und Redewendungen, Dinge, die ihm, ihr wichtig waren, begleiten uns ein Leben lang und oft genug entdecken wir vielleicht, dass wir uns ganz ähnlich verhalten.

Und mit der Zeit zaubern uns solche Erinnerungen ein Lächeln auf die Lippen und Dankbarkeit in Herzen. Gestern, Heute, Morgen. Für uns Christen fehlt freilich eine Strophe. Denn neben Gestern, Heute, Morgen erwarten wir als 4. Dimension die Ewigkeit, das zeitlose Glücklich sein. „Ewig werden wir beisammen sein, mehr noch Ewig werden wir bei Gott, in Gott sein, mit all dem, was Gott ausmacht. Ewig werden wir beisammen sein in Gott, im Glück, im Frieden“.

 Bei den drei Friedhofsgängen segnete Pfarrer Werner Sulzer die Gräber mit Weihwasser und Weihrauch. Viele Gläubige der Pfarrei hatten sich dazu jeweils eingefunden. Um den Ansturm ein wenig zu entzerren und zu lenken, wurden drei Friedhofsgänge durchgeführt, bei denen eine alpha­betische Aufteilung vor­gesehen war: Nach dem 9.30 Uhr Gottesdienst - Gräber mit Namen von A-H, Gräbersegnung um 13 Uhr - Gräber mit Namen von I-R. Nach der Andacht um 14 Uhr - Gräber mit Namen von S-Z. Der Gottesdienst um 14 Uhr wurde auch nach außen übertragen. Verstorben sind 17 Gemeindemitglieder seit dem letzten Allerheiligenfest: Theres Luschmann, Brigitta Klug, Sieglinde Weeber, Sr. Antholiana Stangl, Rupert Lang, Isidor Dobler, Michael Feuerer, Adelheit Kattler, Johann Fleischmann, Karl Böhm, Hedwig Harfolk, Gudrun Bachert, Edmund Sietz, Anna Koller, Olga Wein, Anna Graf, Josef König, Alois Eichenseher.