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bild johann bauer

Die Aussendungsfeier der Sternsingergruppen der Pfarrei fand am Fest „Heiligdreikönig“ beim Festgottesdienst statt.

Pfarrer Werner Sulzer zog mit über 40 Kinder vom hinteren Kirchenportal in die Pfarrkirche ein. 

 Pfarrer Werner Sulzer sprach zu Beginn des Gottesdienstes zu den Sternsingern und Gottesdienstbesuchern „Glauben heißt sich auf den Weg machen. An Weihnachten machten sich bereits viele auf den Weg. So Maria und Josef nach Bethlehem, die Hirten auf dem Feld suchten den Stall mit dem Kind und die Sterndeuter zogen ebenfalls zum Stall um das Jesuskind zu finden. Auch ihr Sternsinger werdet euch im Anschluss an den Gottesdienst auf den Weg machen, um durch die Straßen von Schmidmühlen zu ziehen.

 Zum Schluss des Gottesdienstes nahmen die Kinder vor am Altar Aufstellung, erhielten die Sternsinger Utensilien, Weihrauch, Kreide und den Stern. Drei Kinder vor dem Altar sagten stellvertretend ihren Segensspruch auf. Die Sternsingergruppen, jeweils drei Kinder in den entsprechenden Gewändern der Heiligen Drei Könige zogen anschließend von Haus zu Haus und trugen den Segensspruch vor.

 

 


Am Sonntag wurde in der besonderen Atmosphäre der Kreuzbergkirche Liedern und Geschichten gelau­scht. Die gesangliche Umrahmung erfolgte durch die Gruppe „Mosaik“.

 Kerzenschein erhellte den Weg und auch die Kreuzbergkirche. Der Arbeitskreis Liturgie hatte zusammen mit Pfarrer Werner Sulzer und freiwilligen Helfern 230 Kerzen entlang der Kreuzwegstationen aufgestellt. Es bot sich ein herrliches Bild, der Weg und die Kirche im Kerzenlicht erhellt. Pfarrer Werner Sulzer konnte eine stattliche Anzahl von Gläubigen auf dem Kreuzberg begrüßen. Gebannt von der Atmosphäre lauschten die Besucher den vorgetragenen Texten und den Zwischengesängen von der Gruppe „Mosaik“. Auch gemeinsam wurden Lieder gesungen.

 Nach dem Segen von Pfarrer Werner Sulzer wurde "O du fröhliche" gesungen. Alle machten sich wieder auf dem mit Kerzen beleuchten Rückweg von der Kreuzbergkirche in den Ort Schmidmühlen. 

 Die Weihnachtszeit geht seit der Liturgiereform von 1970 in der katholischen Kirche bis zum Fest “Taufe des Herrn”, das am Sonntag nach dem Dreikönigstag gefeiert wird. Am Fest “Taufe des Herrn” wird insbesondere das Evangelium von der Taufe Jesu verkündet, bei der Gott als “seinen geliebten Sohn” offenbarte. Das Fest zeigt also noch eine deutlich weihnachtliche Tendenz, insofern hier noch einmal die Menschwerdung Jesu als des Sohnes Gottes vor Augen geführt wird. Mit dem Fest “Taufe des Herrn” endet die Weihnachtszeit und es beginnt die sogenannte “Zeit im Jahreskreis”. Diese Tradition geht auf die Liturgiereform von 1970 zurück. Vorher dauerte die Weihnachtszeit 40 Tage. Sie endete erst am 2. Februar mit dem Fest “Darstellung des Herrn”, das im Volksmund auch “Maria Lichtmess” genannt wird. Noch heute ist dieses Fest in besonderer Weise von einer weihnachtlich anmutenden Lichtsymbolik geprägt, denn hier werden die Kerzen für den liturgischen Gebrauch gesegnet.

 

bild johann bauer

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Am Neujahrstag fand in der Pfarrei die schon zur Tradition gewordene Kindersegnung in der Pfarrkirche statt. Dabei wurden die Kinder von Pfarrer Werner Sulzer einzeln gesegnet.

 Zum Beginn hatte sich das Gotteshaus mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den vorderen runden Bänken gefüllt. 

 Pfarrer Werner Sulzer fragte zum Beginn „wer von Euch hat eine Krippe aufgestellt und welche Tiere und Personen findet man darin“? Dann erzählte der Geistliche eine Geschichte von den Hirten, die zum Stall gingen und das Jesuskind vorfanden. Bei dieser Geschichte durften die Kinder sich beteiligen mit Gesten, wie Augen reiben, Gähnen oder mit den Füßen klopfen. Auch wurden dabei gemeinsam die Lieder „Kommt lasset und an beten“ und „Gloria“ gesungen.

 „Die Kinder sollen jetzt nach vorne kommen", betonte Pfarrer Werner Sulzer. Anschließend traten dann die Kinder und Jugendlichen einzeln vor den Altar, der Geistliche sprach sie mit deren Namen an und segnete jedes Kind einzeln.

 


Das Weihnachtsfest wurde in der Pfarrei würdig begangen. Am Hl. Abend fand eine Kinderkrippenfeier und Christmette statt. Der Zweite Weihnachtsfeiertag wurde vom Männergesangsverein gestaltet. Es konnte auch das Friedenslicht mit nach Hause genommen werden.

 Die Kinderkrippenfeier wurde mit einem Krippenspiel von Jungen und Mädchen gestaltet. Viele Kinder wirkten am Spiel mit Texten und Gesang mit. Dabei wurden den Kirchbesuchern die Geschichte von Maria und Josef gezeigt. Für die musikalische Umrahmung sorgte auch eine Bläsergruppe der Blaskapelle „St. Ägidius“. Am Schluss der Kinderkrippenfeier konnten die Kinder nach vorne kommen und Pfarrer Werner Sulzer verteilte einen Karton mit der Gestaltung einer Krippe.

 Pfarrer Werner Sulzer sagte in seiner Weihnachtspredigt, „Und Friede den Menschen auf Erden seines Wohlgefallens“ an diesem Satz bleibe ich in diesem Jahr immer wieder und er will mir nicht recht flüssig über die Lippen. Er hat heuer einen unangenehmen Beiklang, klingt er doch angesichts des Kriegslärms in der Ukraine vorwurfsvoll, bitter, schmerzhaft, sehnsuchtsvoll. Ja Gott, wo bleibt der Friede, den du in dieser Nacht verkünden lässt. Dabei brauchen wir gar nicht bis in die Ukraine gehen. Handfesten Streit, Konflikte, Unfriede gibt es auch unter uns – vielleicht nicht ganz so öffentlich, vielleicht nicht ganz so gewalttätig, aber vom Frieden sind wir auch hier weit entfernt. Was ist nur aus dem Frieden geworden? Warum nur will er sich nicht einstellen, nicht bei uns verweilen? Dieser Friede hat eine Vorsetzung, eine Vor-Satz: Ehre sei Gott in der Höhe. Friede ist möglich, wo wir Gott die Ehre erweisen und zwar dem Gott, der nicht in der Höhe, in der sicheren Entfernung des Himmels bleibt, sondern der, der den Weg der Menschwerdung beschreitet. Wo Menschen ihm auf diesem Weg folgen, bereiten sie dem Frieden den Weg.

„Schauen wir etwas genauer auf die Spuren, die Gott in dieser Nacht legt“. Gott begibt sich an den Rand der damals bekannten Welt. In einer Provinz am Rande des römischen Weltreichs und selbst für dortige Verhältnisse in einem unbedeutenden Kaff, draußen vor dem Ort am Rand der Gesellschaft kommt er zur Welt. Der Gegenentwurf zum Sündenfall: Der Mensch isst vom Baum in der Mitte, er bemächtigt sich der Mitte, er stellt sich in den Mittelpunkt und damit beginnt der ganze Schlammassel, die Geschichte des Unfriedens und des Krieges.

Friede ist möglich, wo ich wie Gott die Mitte verlasse, nicht mehr um mich selbst kreise, sondern mich mit der Rolle begnüge, die mir zusteht, eine Nebenrolle begnüge; wo diejenigen, die am Rand stehen und an den Rand gedrängt werden, Richtung Mitte rücken; Dort ist Friede möglich

 Menschen drängt es in die Mitte, weil sie Aufmerksamkeit suchen. Wieviel Kraft wenden Menschen auf, um bemerkt zu werden, wie sehr gieren sie nach Aufmerksamkeit und wie viele Konflikte haben gerade darin ihre Wurzel. Gott dagegen tritt absolut unscheinbar auf. Kein Donnerschlag, kein Blitzlichtgewitter, kein Heiligenschein, absolut unscheinbar und erinnert uns daran, dass selbst im Unscheinbaren Gott anwesend ist, dass selbst der Unscheinbarste von Gott beachtet wird und unsere Beachtung verdient. Friede ist dort möglich, wo ich dem Unbedeutenden Bedeutung zumesse und den Blender entzaubere, wo jeder und alles bis zum Kleinsten die ihm gebührende Beachtung findet.

 Beim Sündenfall entdecken die Menschen, dass sie nackt und schutzlos sind und sie legen sich Feigenblätter und Schutzpanzer zu. Gott dagegen tritt uns als nacktes Menschenkind gegenüber, machtlos, titellos, entwaffnet und gerade dadurch entwaffnend. Friede ist dort möglich, wo der nackte, bloße Mensch zählt, nicht Titel und Position, nicht Siege und Erfolge, sondern der Mensch in seiner entwaffnenden Einfachheit

Gott beschreitet diesen Weg und wer ihm darauf folgt, bereitet dem Frieden den Weg.

 Vorne bei der Marienfigur brannte das Licht, das an der Geburts­grotte in Betlehem entzündet wurde. Jeder Gottesdienstbesucher konnte dieses Licht als Zeichen des weltweiten Friedens mit nach Hause nehmen. Bei den Weihnachtsgottesdiensten konnten die Kinder ihre Opferkästchen abgeben. Die Christmette wurde vom Projektchor gestaltet und am 2. Weihnachtsfeiertag vom Männergesangsverein umrahmt.

 


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Die Pfarrei hatte die Senioren in das Pfarrheim zum monatlichen Seniorennachmittag eingeladen. Auch der Nikolaus kam zu Besuch.  

 Das Organisationsteam hatte sich für die Gestaltung des Nachmittags wieder sehr viel einfallen lassen. Das Pfarrheim war bis auf den letzten Platz gefüllt und mit Tischgestecken wunderbar adventlich gedeckt. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Plätzchen bestens gesorgt, sogar Glühwein wurde neben anderen Getränken gereicht. Pfarrer Werner Sulzer begrüßte die Senioren und dankte dem Organisationsteam für die Vorbereitungen. "Eatz kummt die Heilig Weihnachtszeit" sangen die Schmidmühlner Sängerinnen, die den Nachmittag gesanglich umrahmten. "Lied im Adevent" sagte Elisabeth Schönberger in einem Gedicht. "Immer ein Lichtlein mehr im Kranz den wir gebunden, dass es leuchte uns so sehr durch die dunklen Stunden". Die Senioren lauschten den Vorträgen und Liedern und erfreuten sich über den gelungenen Nachmittag. "Staad staad eatz is Advent", sangen die Schmidmühlner Sängerinnen, Marianne Fleischmann und Elisabeth Schönberger machten den Sketch „Recht besinnlich“. Man konnte dabei erfahren, was man halt so macht in der Weihnachtszeit. Mit dem gemeinsamen Lied "Heut ihr Lieben wird´s was geben", wurde der Nikolaus im Pfarrheim begrüßt. Dieser konnte in seinem Buch berichten, „dass er zwar viele Adressen zum Besuchen hatte, doch niemand war zu Hause, denn alle waren beim Seniorennachmittag im Pfarrheim“. Er konnte berichten, dass die Senioren das abgelaufene Seniorenjahr recht gut überstanden haben. Trotz Zeitungsberichten, Fernsehen und mach lachmuskelstrapazierenden Sketchen, haben die sieben Seniorenengel sich wirklich redlich bemüht. Der Nikolaus kam natürlich nicht mit leeren Händen und hatte für jeden Gast ein Geschenk mit dabei. Für die Besucher hatte das Organisationsteam noch den Hinweis, „Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter werde und eines Tages alt“, bevor Emma Weigert das Gedicht „Oh selige Nacht, reich beschenkt“ vortrug. Viel zu schnell verging mal wieder der kurzweilige Nachmittag und es hat allen Besuchern sehr viel Spaß und Freude gemacht.

 

 



Adventmarkt / St. Nikolaus besucht die Kinder

 Der schmucke Adventmarkt wurde am Samstag in der Pfarrkirche, im Anschluss an den Gottesdienst feierlich eröffnet. Hierbei wurde auch die erste Kerze am Adventkranz in der Pfarrkirche entzündet. „Die Adventzeit ist die Vorbereitung auf Weihnachten. Es ist aber noch nicht Weihnachten und die Lichter des Adventkranzes zeigen den Weg auf Weihnachten“, so Pfarrer Werner Sulzer. Die Kyrierufe und Fürbitten wurden von Kindern der Grundschule vorgetragen. Nach dem Gottesdienst nahmen die Kinder der Grundschule Aufstellung vor dem Altar und sangen die Lieder „Es ist Advent die himmlische Zeit“ und „Frohe Weihnacht“. Ebenfalls trugen die Kinder kurze Texte zu „Wir rennen und rennen“ vor. Die kirchlichen und örtlichen Vereine gestalteten einen schmucken Adventmarkt am Kirchplatz. Am ersten Adventwochenende verzauberte sich der Kirchplatz wieder in einen Budenmarkt. Viele Besucher konnte man dabei am Samstag verzeichnen.

Das Rahmenprogramm am Sonntag wurde sehr gut angenommen. Eingebunden in den Markt war eine adventliche Stunde in der Pfarrkirche, die von Gruppen und Vereinen gestaltet wurde. Auch wieder im Programm war ein Papiertheater, das ab 15 Uhr aufgeführt wurde. Michael Fischer hatte seine beiden Pferde prächtig herausgeputzt und man konnte sich warm eingepackt durch die Straßen von Schmidmühlen fahren lassen.

 Neben den zahlreichen angebotenen Bastelsachen, wurden auch die Buden mit Glühwein, Brat- und Ross Würste aufgesucht. Die Bläsergruppe der Blaskapelle St. Ägidius spielte am Sonntag adventlichen Weisen am Markt. Am Samstag und Sonntag konnte man sich beim Adventmarkt am Kirchplatz durch herrlich weihnachtliche Gerüche und wunderbar stimmungsvoll eingerichtete Stände in Weihnachtsstimmung bringen lassen. Vereine, Gruppen und karitative Einrichtungen sorgen für das leibliche Wohl. Genießen konnte man selbstgemachte Spezialitäten wie Crepes sowie Bratwürste bei der Kirwagemeinschaft und Rosswürste beim Trachtenverein. Bei der Jugendfeuerwehr Schmidmühlen wurden Lángos und Apple Cider (Apfelpunsch)angeboten. Natürlich durfte der Glühwein und warmer Met zu dieser Jahreszeit bei den Ministranten und Imkerverein nicht fehlen. Ebenso wurde an den Ständen unter anderem Selbstgebasteltes angeboten. Mit viel handwerklichem Geschick ist attraktiver Weihnachtsschmuck wie Bienenwachskerzen oder Spielzeug aus unterschiedlichsten Materialien beim Katholischen Frauenbund und Kindergarten entstanden. Sein Losglück konnte man bei den Eltern-Kind-Gruppen versuchen. Vielfältige Dekorationsartikel gab es bei den Eltern-Kind-Gruppen und beim Sportverein mit Elternbeirat der Erasmus-Grasser-Grundschule.

 Zur adventlichen Stunde hatten sich die Besucher in die Pfarrkirche eingefunden. Pfarrgemeinderatssprecherin Lena Klieber dankte allen Teilnehmern und auch den vielen Besuchern. „Advent ist da, Advent ist Vorbereitung“, so Lena Klieber. Vereine und Gruppen boten einen kurzweiligen Nachmittag mit Liedern und Texten. Mit musikalischen Beiträgen untermalte die Bläsergruppe der kirchlichen Blaskapelle St. Ägidius. Textbeiträge gab es vom Trachtenverein mi „Die stille Zeit“, Katholischer Frauenbund „Adventnacht in der Stadt“, Sportverein mit Elternbeirat Grundschule „Adventliche Zeit“, Pfarrgemeinderat „Und das nicht nur zu Weihnachtszeit“, die Kindertageseinrichtung gab „Raum für Besinnlichkeit“, Ministranten informierten „Wie können wir Weihnachten feiern“ und die FFW Schmidmühlen „Wenn der Himmel aufreißt“. Schönen und besinnlichen Gesang boten Cantores mit „Freue dich Welt“ und „Du kommst zu uns so still und leise“, der Kirchenchor mit „Advent ist ein Leuchten“ und „Jetzt atmen die Kinder Vorfreude ein“, die Schmidmühlner Sängerinnen gab zum Besten „Halt a bisserl still“ und „Habt´s ihr niat den Engel seghn“, der Männergesangsverein „Zauber der Nacht“ und „Weihnacht ist nicht mehr fern“. Pfarrer Werner sagte „man konnte bei den Liedern Ruhe und Stille vernehmen. „Auch Corona habe die letzten zwei Jahre in der Adventszeit Ruhe und Stille geschenkt. Jeder hatte viel mehr Zeit als sonst im Dezember. Es liegt an jedem selber, dass Besinnlichkeit und Ruhe einkehrt“. Den Abschluss der gelungenen adventlichen Stunde bildete das gemeinsame Lied „Wachet auf“.

 Pfarrgemeinderatssprecherin Lena Klieber begrüßte den Nikolaus, der dem Adventmarkt einen Besuch abstattete. Gespannt und mit großen Augen wurde der Nikolaus von den Kindern begutachtet und verteilte dann Schokonikoläuse an die zahlreichen Besucher.

 


Bild Johann Bauer
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 Vor 50 Jahren Pfarrkirche umgebaut

 Die Schmidmühlner Pfarrkirche wurde vor 50 Jahren umgebaut. Die Verwirklichung dieses Vorhabens war eine lange und harte Geduldsprobe.

 Weniger der Platzmangel, als vielmehr die ungünstige bauliche Gestaltung der alten Kirche gaben den Ausschlag zu einem Erweiterungsbau. Das Gotteshaus war asymmetrisch angelegt und zwischen alten Häusern eingeengt, es hatte z. B. auf der rechten Seite eine Empore, die aber keinen Blick zum Altar freigab. Diese Situation wollte Geistlicher Rat Otto Gillitzer beseitigen, nach einem hürdenvollen Weg und eigener finanzieller Mithilfe ist ihm dies gelungen. Er konnte im Laufe der Jahre die das Gotteshaus beengenden drei Häuser, darunter das alte Schulhaus und das an der Ostseite stehende Wohngebäude käuflich erwerben und später abreißen lassen. Fast wäre dieser Plan am Kaufpreis gescheitert, da griff Geistlicher Rat Otto Gillitzer tief in seine eigene Tasche und legte zu dem Geld der Bischöflichen Finanzkammer noch 40 000 DM dazu. Damit war alles perfekt und im Frühjahr 1972 konnte mit dem Bau nach den Plänen von Architekt Günther aus Regensburg begonnen werden. Von der einstigen Kirche wurden lediglich die zwei Seitenmauern mit dem Turm stehengelassen. Auch die Sakristei wurde abgerissen. Durch die Beseitigung des Pfab-Hauses konnte nicht nur das Kirchenschiff selbst erweitert werden, es konnte auch eine neue Sakristei angefügt werden. Der Erweiterungsbau wurde dem Stil der alten Kirche angepasst.

 Die Erweiterung ist äußerlich erkennbar, weil die Kirchenfenster wesentlich tiefer als im Altbau liegen, jedoch die gleiche Form aufweisen. Eine neue Empore wurde auf der Stirnseite gegenüber dem Altarraum errichtet. Hier fand die Orgel ihren Platz und für den Kirchenchor ist genügende Raum vorhanden. An beiden Fronten in der Mitte des Kirchenschiffes befinden sich die Eingänge. Während im alten Teil des Gotteshauses die aus Eiche natur angefertigten Sitzbänke mit direktem Blick auf den Altar stehen, wurden die Bänke im Neubau in Rund form aufgestellt und schließen gewissermaßen den Altar in den Andachtsraum mit ein. Abgestimmt zum dem Holz der Bänke wurde der Bodenbelag aus Marmorjura, mit vielen schönen Ammoniten gezeichnet. Kontratisch dazu wirkt die aus norddeutschem Fichtenholz angefertigte Decke.

 Auf Wunsch des Landesamtes für Denkmalspflege wurden die drei Barockaltäre nach gründlicher Restaurierung wieder in die Kirche gestellt mit einer barocken Holzverkleidung. Im gleichen Stil ist auch der moderne Voraltar aus Muschelkalk gestaltet. Die Platte ruht auf vier wuchtigen Säulen. Das Gesamtgewicht dieses Altars beträgt 55 Zentner. Auch Ambo und Taufstein sind aus dem gleichen Material gefertigt. Auch die alte Kanzel, jedoch ohne Zugang, wurde in der Mitte des Kirchenschiffes wieder angebracht. Auch der barocke Kreuzweg erhielt im Neubau seinen Platz. Dem Altarraum wurde die Priester- und Ministrantensakristei angegliedert, denen sich sanitäre Anlage anschließen. In der geräumigen Priestersakristei sind auch die technischen Anlagen für die Lautsprecheranlage und das Läutwerk untergebracht. Ferner sind noch ein großer Heizungsraum und ein Allzweckraum vorhanden. Für diese Räume wurde ein eigener Zugang geschaffen. Das beachtliche Werk forderte eine beachtliche Summe von über 1,7 Million Mark. Trotz Unterstützung des Bischöflichen Finanzkammer, des Landesamtes, des Bezirks und des Landkreises war man auch auf Spenden aus der Pfarrei angewiesen.

 Am Sonntag, 16. September 1973, erhielt die Kirche nach einjähriger Bauzeit ihre Weihe durch Bischof Dr. Rudolf Graber. Dieser Tag wurde als ein bedeutender Tag in der Geschichte der Pfarrgemeinde und der politischen Gemeinde des Marktes Schmidmühlen festgehalten. Um 9.30 Uhr fand nach einem Festzug, an dem sich alle Vereine der Gemeinde beteiligten, der Festgottesdienst statt.

 Warum aber hat der Kirchturm keine Kuppel? Der Kirchturm mit Kuppel und Laterne stürzte im Jahre 1806 am Fronleichnamstag nachmittags gegen 17 Uhr fast lautlos zusammen. Es wurde niemand verletzt, da sich um diese Zeit niemand in der Kirche befand. Ursache war der Ausbruch einer großen Tür im Turmmauerwerk, der zwar durch große Balken abgestützt, aber durch das viele Läuten der Glocken am Fronleichnamstag erschüttert wurde. In Trümmer gingen die kleine Sterbeglocke und ebenso die eiserne Turmuhr. Der Turm stand an der Ostseite der Kirche. 1832, unter dem Bürgermeister Silbereis ging man daran einen neuen Turm zu bauen. Es wurden freiwillige Gaben gesammelt, 900 Gulden gingen ein, die aber zu wenig waren. Die Regierung genehmigte, dass die reicheren Kirchen der Diözese 2200 Gulden zu diesem Zwecke beisteuern durften. Wegen des schlecht tragfähigen Bodens wurde der neue Turm auf eingerammten Eichenpfählen mit Eichenrost gebaut. Um jene Zeit kam König Ludwig I, durch das Lauterachtal gefahren, die Schmidmühlner baten ihm um einen Zuschuss, damit sie wieder eine schöne Kuppel aufsetzen könnten. Der König antwortete „sie bräuchten keine Kuppel, sie sollten den Turm mit einem flachen Dache abschließen. Solche Türme würden sich in Italien gar oft auch in der Oberpfalz solch ein Turm sich befinden würde“. Daraufhin wurde der Turm so 1834 fertiggestellt. Der Turm durfte später nicht verändert werden, er stand unter Denkmalschutz.