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Nur Geduld ihr müsst es erwarten können / Erntedank

Feierlich begangen wurde in der Pfarrei Erntedank mit einen Familiengottesdienst der von den Kindergartenkindern mitgestaltet wurde.

 Das Landvolk hatte dazu die Früchte der Erde neben dem Altar aufgebaut. Zum Beginn des Gottesdienstes suchte Pfarrer Werner Sulzer das Gespräch mit den Kindern und fragte „was seht ihr für Früchte neben dem Altar? Wir sehen viele Früchte die aus den Gärten und Feldern gewonnen wurden. Aus all den Mühen wollen wir heute Danke sagen“. Anstatt einer Predigt führten die Kindergartenkinder ein Spiel zum Erntedankfest vor dem Altar auf. Hierzu wurde mit einer Decke ein Acker dargestellt, an dem im Frühjahr vier Landwirte hinausgehen, um auf ihrem Feld nachzusehen, ob sich etwas tut. Doch scheinbar geschieht nichts, das Feld sieht immer noch so aus wie vor einer Woche. Langsam werden sie ungeduldig, nur ein Bauer sagt immer wieder „nur Geduld, ihr müsst es erwarten können“. Den anderen drei geht es aber zu langsam. Einer gräbt den Acker um und durch seine Ungeduld hat er alles kaputt gemacht. Der andere erntet sein Feld ab, doch die Körner waren noch nicht reif und beginnen zu schimmeln. Der dritte will den Pflanzen beim Wachsen helfen und zieht jede einzelne Pflanze in die Länge, bis sie umfallen und verwelken. Der Landwirt der es erwarten konnte, fährt eine große Ernte ein. All seine Mühen und sein Warten haben sich gelohnt.

 Pfarrer Werner Sulzer betonte, „Geduld gehört zum Leben. Wir vergessen es, dass es Sachen gibt die wir zwar machen können, aber noch mehr dazu gehört. Vieles in unserem Leben hängt von der Geduld ab. Man könne nicht alles machen, nur dazu beitragen. Eine Regel unseres Lebens sei „nur Geduld ihr müsst es erwarten können“. Kindergarten- und Schulkinder haben die Kyrierufe und Fürbitten vorgetragen. Das Lied „Wer will mit auf die Felder gehen“, sangen die Kindergartenkinder. 

 


 52 Firmlinge in der Pfarrkirche Schmidmühlen gefirmt

 In der Pfarrkirche Schmidmühlen konnte Domkapitular Thomas Pinzer 52 Firmlingen aus den Pfarreien Schmidmühlen, Adertshausen, Allersburg und Hohenburg das Sakrament der Firmung spenden.

 Zusammen mit den jeweiligen Ortspfarrern Werner Sulzer, Schmidmühlen, Hans Jürgen Zeitler, Hohenburg, zog Domkapitular Thomas Pinzer in die Pfarrkirche St. Ägidius in Schmidmühlen ein. Die Firmlingen begrüßten den Firmspender und bedankten sich für die Firmspendung. „Ich freue mich bei Euch zu sein. Im Namen des Bischofs Rudolf darf ich heute die Firmung spenden. Da die Diözese so groß ist, mit jährlich ca. 10 000 Firmlingen, darf ich heute diese Aufgabe übernehmen. Das Thema lautete „Um Jesus versammelt, der heute unter uns ist“. Die Kyrierufe wurden anschließend von den Firmlingen vorgetragen. In seiner Predigt ging Domkapitular Thomas Pinzer auf die Firmlinge zu und unternahm mit ihnen ein Spiel mit fünf Fragen. „Wenn ihr vier Fragen beantworten könnt, werdet ihr heute gefirmt“, betonte der Geistliche schmunzelnd. Die erste Frage war „warum ist es heute ein schöner Tag, obwohl es regnet“? Die Antwort war „weil wir heute gefirmt werden“! Als Geschenk hatte der Domkapitular einen Schlüsselanhänger als Karabinerhaken mitgebracht. „Was kann man mit dem Karabinerhaken machen“, lautete die nächste Frage. Man kann sich beim Klettern wenn man weit vom Boden in der Höhe ist sichern und einhaken, es kann mir nichts mehr passieren. Auf dem Karabinerhaken stand auch was aufgeschrieben „Ich bin gehalten“! „Warum schenke ich euch den Karabinerhaken“? fragte der Domkapitular. „Weil Gott euch fest hält“. Heute endet ein Prozess der schon lange gedauert hat. Ein langsamen hineinwachsen des Glaubens. Taufe, Beichte, Erstkommunion und heute die Firmung. Ihr seid jetzt „Vollblutchristen“. „Was macht ein Vollblutchrist“? Er geht am Sonntag in die Kirche, er betet, er versucht so zu leben wie es Jesus und gesagt hat. Ein Vollblutchrist weiß dass er immer gehalten wird von Gott. Auch wenn ihr mal was falsch gemacht habt oder Gott vergessen habt. „Es gibt Phasen wo man Gott vergisst, aber Gott ist immer für Euch da“!

 Nach der Predigt wurde das Taufbekenntnis der Firmlinge gesprochen und zum heiligen Geist gebetet. Dann traten die 52 Buben und Mädchen mit ihren Firmpaten vor den Altar. Domkapitular Thomas Pinzer legte den Firmlingen die Hand auf den Kopf, zeichnete mit geweihtem Chrisamöl ein Kreuz auf die Stirn des Firmlings, sprach den Firmling mit dem Namen an und „sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“.

 

 


25 Jahre Priesterjubiläum Pfarrer Werner Sulzer

Pfarrer Werner Sulzer feierte mit der ganzen Pfarrgemeinde sein 25jähriges Priesterjubiläum mit einem Festgottesdienst, der von der Blaskapelle St. Ägidius und der Gruppe „Corde vobiscum“ umrahmt wurde.

 Als Pfarrer Werner Sulzer in die Pfarrkirche einzog, hatten bereits die Kindergartenkinder Aufstellung genommen und begrüßten den Pfarrer mit dem Lied „Dieser Tag soll fröhlich sein“. Natürlich hatten sie auch einen Blumenstrauß für das Jubiläum überreicht. „Ich kann mich genau noch an den Tag der Priesterweihe erinnern“ sagte der Geistliche. Auch das dieser Tag eine Freude war und ich hatte Herzklopfen wie ein Brautpaar.

 In der Predigt betonte der Geistliche „Eine Primiz ist zugegebenermaßen ein unvergessliches Erlebnis, das selbst nach 25 Jahren noch nachwirkt. Da trägt einen eine Welle der Euphorie. Freilich diese Welle der Euphorie bricht sich schnell an den Klippen des Alltags“. Und dann stellt sich relativ schnell und mit den Jahren immer drängender die Frage: Woher beziehe ich die Kraft für den pastoralen Dienst, mehr noch woher beziehe ich die Motivation dazu? Das, was in anderen Beruf vielleicht motivierend wirkt, entfällt zumeist: - der Verdienst – ob man viel oder wenig arbeitet, das Gehalt bleibt dasselbe. Als Pfarrer muss man wahrlich nicht darben, doch angesichts einer 60 und 70 Stundenwoche gehört man nicht zu den Großverdienern. - die Anerkennung der Vorgesetzten? - in den vergangenen 25 Jahren haben ich von ihnen nur etwas gehört, wenn eine Versetzung ansteht. - das Lob der Gemeinde. In der Oberpfalz gibt es den Satz: „Niat g´schimpft, is globt genug“ - 98% der Schmidmühlner sind in diesem Punkt reinrassige Oberpfälzer - der Erfolg. Aber woran misst man den Erfolg pastoraler Arbeit? Kaum zu messen. Und das, was eindeutig messbar ist, ist in meiner gesamten Berufslaufbahn rückläufig.

„Woher beziehe ich Kraft und Motivation? Eigentlich gibt es nur eine Quelle, sich immer wieder an die Arbeit zu machen:

Jesus selbst, die Faszination, die er ausübt, die stille Freude, die sich in seiner Nähe einstellt, die Kraft, die er schenkt“! betonte Pfarrer Werner Sulzer.

 Die Grüße der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Peter Braun. „Ich bin mir sicher, dass sie Herr Pfarrer Sulzer heute anstatt dieser kleinen Feierstunde lieber Ewige Anbetung angesetzt hätte. Aber so ist es nun mal in einer, wenn auch kleinen, aber doch feinen Gemeinde wie Schmidmühlen“. Es gilt einfach Danke zu sagen bei einem 25jährigen Jubiläum. Würden sie darüber erzählen was sie in diesen 25 Jahren beeindruckt hat, bin ich überzeugt, es wären viele glückliche Momente dabei. Hoffentlich auch einige von ihrem jetzigen Dienstsitz in Schmidmühlen“. Bei der Vorbereitung auf den heutigen Tag hat der Bürgermeister nach „Werner Sulzer“ gegoogelt und dabei erfahren, im Jahre 1991 auf den kontemplativen Weg gestoßen und als tragenden Grund entdeckt“! Wenn man sich weiter damit beschäftigt kommt sehr schnell der Begriff „Gieser Weg“ zum Vorschein. Das Mutterhaus der kontemplativen Exerzitien ist das Haus Gries, dass der Jesuiten-Pater Franz Jalics 1984 gegründet hat. Die idyllische Lage des ehemaligen Kurhauses und Erholungsheimes im Frankenwald bietet mit seine Räumlichkeiten optimale Bedingungen für Zeiten der Stille und des kontemplativen Gebetes im Rahmen von Exerzitien. Der Grieser Weg zeichnet sich durch eine klare Methodik aus. Die Definition dieses „Grieser Weges“ umschreibt das seelsorgerische Wirken von Pfarrer Werner Sulzer in der Pfarrei Schmidmühlen sehr treffend. „Ihre Auslegung und Interpretation des Evangeliums in der Predigt zeigt eine sehr überzeugte, in sich ruhende Sicherheit in Glaubensfragen. Sie wirken nicht aufdringlich, nein sie überzeugen durch ihre Worte“, betonte der Rathauschef.

 Pfarrgemeinderatssprecher Ernst Lesser gratulierte stellvertretend für die ganze Pfarrgemeinde. Ich möchte Ihnen gratulieren, aber auch uns. Ihnen, da man Ihnen die 25jährige Tätigkeit nicht ansieht oder anmerkt. Es war die richtige Berufung, besser noch die richtige Wahl, die der Hl. Geist ausgesprochen hat. Heißt es doch, zwar in anderem Zusammenhang, doch hier sehr wohl passend, im Matthäusevangelium „Viele sind berufen, aber wenige auserwählt!“ (Matth. 22, 14) „25 Jahre Priester sein, Sorge tragen für verschiedene Pfarrgemeinden, beginnend in Ihrer Kaplanzeit in Waldmünchen bis jetzt zu Schmidmühlen, ist viel Arbeit und Einsatz und kostet nicht nur körperliche Kraft, sondern auch Nerven, gerade in der heutigen Zeit, in der das Schiff Kirche gewaltig ins Schlingern geraten ist und die vielen Steuerleute anscheinend auch noch ihren eigenen Kurs steuern wollen, wenn man die unterschiedlichen Reaktionen auf den Brief von Papst Franziskus letzte Woche betrachtet“. Doch nicht nur die Steuerleute, auch wir die Besatzung und Passagiere haben sich geändert und ändern sich immer noch, und wenn ich manchmal am Sonntag in unsere Kirche schaue, frage ich mich, wer und was bleibt? In dieser Zeit Priester sein und bleiben, ist eine wahre Herkules-Aufgabe. „Ich habe gesagt, ich gratuliere Ihnen und auch uns. Uns, weil wir Sie „erwischt“ haben oder sie uns“. Wo findet man einen Priester, der überall mit anpackt, sich zu nichts schade ist, sei es zum Tische schleppen und Stühle aufstellen, Zelt oder Weihnachtsbuden aufbauen. Der mit Kindern und Jugendlichen kann, aber auch die Erwachsenen mit einbezieht.

Sie sind kein Professor, aber ihre Predigten sind tiefgründiger und verständlicher als die manch eines Kardinals. Ich habe mich bis jetzt nur manchmal für eine Predigt bedankt, aber eigentlich müsste man nach jedem Gottesdienst Danke sagen. Darum zusammengefasst „Danke“ für die treffliche und verständliche Auslegung des Wort Gottes.

Danke auch für die schönen Gottesdienste mit Kindern oder Familien. Danke für die meditativen Gottesdienste und Wanderungen. Danke auch für die bestens vorbereiteten Wallfahrten, ich freue mich schon auf die nächste.

Ich könnte noch viel aufzählen, ihre einfühlsame Begleitung bei Krankheit oder Schicksalsschlägen z. B., aber dann würde meine Rede noch sehr viel länger dauern. Mit einem kräftigen Applaus dankten die Kirchbesucher Pfarrer Werner Sulzer.

 Im Anschluss an den Festlichen Gottesdienst gab es einen Stehempfang am Kirchplatz. Die Kirchbesucher wurden zu einem Glas Sekt eingeladen und die Blaskapelle St. Ägidius gab ein Standkonzert. Natürlich musste Pfarrer Werner Sulzer auch bei einem Marsch mit dem Dirigentenstab den Takt angeben. Anlässlich des 25jährigen Priesterjubiläums hatte die Kolpingfamilie einen Blumenteppich am Kirchplatz angefertigt. Viele Schmidmühlner nutzten die Gelegenheit um ihren Pfarrer persönlich zu gratulieren.