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Firmung in der Pfarrkirche Schmidmühlen

 In der Pfarrkirche Schmidmühlen spendete Bischof Dr. Rudolf Voderholzer 48 Jugendlichen das Sakrament der Firmung.

 Aus der Pfarrei Schmidmühlen erhielten 28 Jugendliche und aus der Pfarrei Hohenburg 20 Jugendliche die Firmung von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer gespendet. Der Bischof wurde von Firmlingen bei seiner Ankunft begrüßt. Auch Pfarrer Werner Sulzer begrüßte in der Pfarrkirche Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nach dem gemeinsamen Einzug und dankte für das Spenden der Firmung an die 28 Jugendlichen. Der Bischof dankte für die Begrüßung zeigte sich sehr erfreut über den Empfang und das im Altarraum von jedem Firmling eine Kerze brannte. „Wir wollen heute den heiligen Geist herab bitten für die Firmlinge, sodass sie frohe und junge Christen werden“, so der Bischof.

 In seiner Predigt wandte sich Dr. Rudolf Vorderholzer an die Jugendlichen und sagte „bei der Firmung ist die Farbe Rot im Vordergrund. Rot sind die Messgewänder der Priester und rote Tücher befinden sich auch im Altarraum“. Rot ist wie ein Feuer, aber Rot ist auch für die Liebe oder das Blut. Das rote Feuer des Heiligen Geistes schenkt Licht in Bezug auf Gott. Es gäbe nichts, wenn es den Schöpfer Gottes nicht gäbe. „Der Heilige Geist lasse uns auch Jesus erkennen. Der uns durch sein Kreuz und seine Auferstehung erlöst hat“. Der Heilige Geist ist auch der Geist des Rates. Er rät dir den Weg zum sicheren Leben, was Gott die geschenkt hat, auch richtig einzusetzen. Ebenso sich für andere einzusetzen.

 Rot ist auch die Farbe für die Liebe. Wir beten in der Kirche für den heiligen Geist. Der dir auch die Augen öffnet für die anderen Menschen. Auch in der Schule gibt es Mobbing, wenn andere abgegrenzt und gemieden werden. Hier hilft der hl. Geist sich auch in den anderen hinein zu denken. Hier gilt vor allem „was du von anderen erwartest, dass tu auch ihnen“!

 Die Farbe Rot ist auch für das Blut. Nicht nur an Pfingsten oder Firmung tragen die Priester das rote Gewand, auch an großen Festen. Wir leben in einem Land wo wir für unseren Glauben nicht eingesperrt werden. Der Bischof betonte auch „er werde immer wieder gefragt ob es stimmt, dass man an der Firmung eine Watsche bekommt“? Dies sei eine schräge Bedeutung der Hand auf zulegen. „Aber heute werde ich die Hände wie ein Dach über dich halten. Wer gefirmt wird, bekommt eine innere Stärke“! „Ihr werdet heute sicherlich auch Geschenke bekommen, aber das wichtigste ist das Geschenk des Feuers in deinem Herzen. Und das zweite wichtige Geschenk sitzt neben dir und wird dir dann die rechte Hand auflegen. Das bedeutet er steht hinter dir und wird dir immer helfen. Stellvertretend für die Gemeinschaft der Pfarrgemeinde“.

 Anschließend traten die 48 Jugendlichen mit dem Firmpaten vor den Bischof und dieser spendete das Sakrament der Firmung.

 

 



Das Leben ist kein Zuckerschlecken

 In der Pfarrei fand ein Paarsegnungsgottesdienst statt. Als Erinnerung dazu erhielt jedes Paar ein Glas mit Backzutaten und ein Rezept für eine dauerhafte Beziehung.

 „Das Leben ist kein Zuckerschlecken“ sagte Pfarrer Werner Sulzer zur Eröffnung des Gottesdienstes. Es gibt im Leben trauriges, das einem sauer aufstößt und auch bitter ist. Genauso sei es auch bei Ehepaaren. Neben vielen schönen Situationen gibt es auch trauriges, auch dieses stößt einem sauer auf. Aber dafür haben Ehejahre auch schönen Seiten, dafür lebt man zusammen und bindet sich. Bei der Gestaltung des Gottesdienstes waren Mitglieder des Pfarrgemeinderates beteiligt und die musikalische Umrahmung erfolgte durch „Corde Vobiscum“. Pfarrer Sulzer berichtete von der Situation, wo man beim Kaffee und Kuchen zusammen sitzt. Der Kuchen oder Torte schmeckt und man fragt nach dem Rezept, um den Kuchen backen zu können. „Auch ein Ehepaar das glücklich verheiratet ist und zusammenlebt kann man nach dem Rezept fragen! Aber Vorsicht mit Rezepten zum Zusammenleben“, ermahnte der Geistliche. Vor dem Altar war ein Tischchen mit einer Glasschüssel. Hierzu traten zwei Mitglieder des Pfarrgemeinderates vor und schütteten nach Angabe 3 Pfund Vertrauen, 1 Kilo Aufmerksamkeit, eine große Menge Liebe, Frohsinn nach Belieben, ein gutes Maß Versöhnung, eine kräftige Brise Achtung, ein Milligramm Verrücktheit und eine Körnchen Salz hinein. Die Fürbitten wurde von einem Mitglied des Pfarrgemeinderates vorgetragen.

 Pfarrer Werner Sulzer sagte anschließend „Menschen sind zu unterschiedlich. Es gibt kein Rezept für eine gelungene Ehe. Das Vertrauen ist der Grundstock dazu“. Man nehme eine große Glasschüssel und schütte als erstes 3 Pfund Vertrauen hinein, man gebe ein Kilo fein gemahlener Aufmerksamkeit hinzu. Eine große Menge Liebe, beliebig viel Frohsinn. Ein gutes Maß Versöhnung und eine kräftige Brise Achtung. Vermenge alles miteinander um einen faden Geschmack zu vermeiden. Gebe man ein Milligramm Verrücktheit hinzu. Salz nehme man bitte nur ein Körnchen, denn mit mehr als einem braucht man hinterher Geduld für zwei. „Das ganze backe man bei gleichmäßiger Wärme auf kleine Flamme 50 Jahre oder sogar länger, damit Liebe und Freundschaft erhalten bleiben“!

 Zum Abschluss des Gottesdienstes traten die Paare vor dem Altar, wo sie einzeln von Pfarrer Werner Sulzer gesegnet wurden. Als Erinnerung erhielt jedes Paar ein Glas mit Backinhalt und ein Rezept für eine dauerharte Beziehung.

 


 Innenrenovierung der Filialkirche Winbuch in vollem Gange

 Die Innenrenovierung der Filialkirche Winbuch hat nunmehr begonnen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 546 200 Euro. Bei den Arbeiten wurde eine erstaunliche Entdeckung gemacht.

  Der Wandputz wurde bis in einer Höhe von ca. 2,0 m abgeschlagen, denn es handelt sich um Putze mit hohem Zementanteil, die bereits mürbe und stark sandend sind. Aus diesem Grund empfehlen sich die Abnahme der zementhaltigen Putze und eine Neuverputzung des Sockels mit Sanierputz. Um das Aufsteigen von Feuchtigkeit durch das Mauerwerk zu verringern, wurde entlang der Außenwand ein Graben von ca. 30 cm Breite gegraben. In ca. 20 cm Tiefe stieß man auf eine kleine Sensation: Mauerreste eines Vorgängerbaus kamen zum Vorschein. Die Arbeiten wurden deshalb eingestellt und Archäologen verständigt. Diese gruben dann bis zu 30 cm tiefe weiter und in Kleinstarbeit kamen im inneren der Kirche rund herum sorgfältig bearbeitete Sockelsteine zum Vorschein. Diese waren zur Innenseite die Kanten schräg abgeschlagen und als Profilteile schön gearbeitet. Stellenweise befindet sich sogar noch Putz auf den Steinen. Da das Mauerwerk darüber etwa auf das Jahr 1200 datiert wird, reichen die entdeckten Mauerteile noch weiter zurück. Zu welcher Art von Gebäude diese Mauerreste gehörten, konnten die Archäologen nicht angeben. Handelte es sich um den Vorgängerbau? Oder Stand auf dem jetzigen Platz der Kirche mal ein anderes Gebäude. Pfarrer Werner Sulzer war sehr erstaunt darüber und informierte auch gleich die Winbucher Bürger über den seltenen und sehr alten Fund. „Befindet sich etwa die älteste Kirche der Gemeinde in Winbuch?“

 Nun werden die Gräben aber wieder mit Split zu gegraben, damit Feuchtigkeit aus der Mauer entweichen kann. Gleich danach wird die ganze Kirche mit einem Gerüst versehen und es beginnt das Abschlagen des Deckenputzes. Denn dieser hat sich großflächig entkoppelt und kann so nicht gehalten werden. Die Stuckrahmen sollen soweit wie möglich abgenommen werden, um sie nach Neuaufbau des Deckenputzes wieder zu montieren und entsprechend zu ergänzen.

  Finanzierungsplan: Gesamtkosten 546 200 Euro, Zuschüsse Diözese 262 900 Euro, Zuschuss Gemeinde Schmidmühlen 5 000 Euro, beantragte Zuwendungen vom Bezirk 25 000 Euro, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege 25 000 Euro und der Bayer. Landesstiftung 25 000 Euro. Der Eigenanteil der Pfarrei beläuft sich auf ca. 200 000 bis 250 000 Euro. Die Pfarrei bittet um freiwillige Spenden für die Filialkirche Winbuch, an Raiffeisenbank Unteres Vilstal Schmidmühlen, IBAN DE 30 760696110000016802. Spendenquittungen werden ausgestellt. 

  Förderzusagen gingen bisher bei der Pfarrei ein von Diözese Regensburg 262 900 Euro, Gemeinde Schmidmühlen 5000 Euro und Bayrische Landesstiftung 25 000 Euro. 

 

 



Das Allerheiligste durch die Straße getragen - Fronleichnamsfest

 Trotz Corona-Einschränkungen wurde das Fronleichnamsfest festlich begangen in der Pfarrei St. Ägidius, durch die zahlreiche Teilnahme von Gläubigen und Vereinen mit ihrer Fahnenabordnungen. Die Blaskapelle St. Ägidius umrahmte.

 Pfarrer Werner Sulzer dankte zum Beginn des Gottesdienstes allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen des Fronleichnamsfestes beigetragen haben. „Die Fronleichnamsprozession unterlag den gleichen Bedingungen wie ein Freiluftgottesdienst. Da das Einhalten der Abstände und ein langes Unterwegssein mit Maske kaum möglich ist, wollen wir es so halten, beim Gottesdienst vertreten nur die Fahnenabordnungen die örtlichen Vereine und stellen sich mit aus­reichend Abstand links und rechts in der Kirche auf“, betonte Pfarrer Werner Sulzer. Auch die Vertreter der politischen und kirchlichen Gemeinde waren eingeladen.

Am Ende des festlichen Gottesdienstes wurde in der Kirche der erste Altar abgehalten. Danach zog die Prozession direkt aus der Kirche zum Innenhof des Hammerschlosses, wo der zweite und letzte Altar stand. Um Menschenansammlungen zu vermeiden zogen die Blaskapelle und die Fahnenabordnungen vorneweg – danach kam der Himmel mit dem Allerheiligsten – daran schlossen sich alle Teilnehmer in Zweierreihen an - beginnend mit den vorderen Reihen in der Kirche. Beim Hammerschloss endete die Prozession. Auch nach Ende der Veranstaltung, gingen die Teilnehmer mit ausreichend Abstand auseinander.

 Nach altem Brauch wurden die Birken bei den Altären nach der Prozession entlaubt. Die geweihten Sträuße werden zu Hause an der Außenfassade oder an Türen angebracht.

 


Drei Personen des einen göttlichen Wesens - Dreifaltigkeitsfest auf dem Kreuzberg

Am Sonntag nach Pfingsten begeht die Pfarrei das Dreifaltigkeitsfest auf dem Kreuzberg, Prediger war Monsignore Jakob Hofmann. Der Gottesdienst wurde von der Blaskapelle „St. Ägidius“ musikalisch umrahmt.

 Einmal im Jahr, am Dreifaltigkeitsfest, wird auf dem Kreuzberg im größeren Rahmen Messe gefeiert. Grund genug für viele auswärts wohnende Schmidmühlner, ihre alte Heimat zu besuchen. Zum traditionellen „Kreuzbergfest“ lachte die Sonne und zahlreiche Pilger besuchten den Kreuzberg. Der Festgottesdienst vor der Grotte wurde von Monsignore Jakob Hofmann und Pfarrer Werner Sulzer gefeiert. Pfarrer Werner Sulzer begrüßte die Pilger am Kreuzberg bei strahlendem Sonnenschein. Sein besonderer Gruß galt Hauptzelebrant Monsignore Jakob Hofmann.

 Coronabedingt war die gemeinsame Prozession wie auch die Bewir­tung entfallen. Es gab in diesem Jahr auch keine Sitzgelegenheiten und es wurde stets auf ausreichend Abstand von 1,5m geachtet. Auch während des Gottes­dienstes waren die FFP2-Masken verpflichtend zu tragen.

 In seiner Festpredigt sagte Monsignore Jakob Hofmann, heute am Dreifaltigkeitsfest hören wir in der Präfation die Sätze „mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist bist du der eine Gott und der eine Herr, nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in den drei Personen des einen göttlichen Wesens. Haben wir diese Sätze verstanden und können damit etwas anfangen? Hilft uns diese Aussage über Gott, an ihn zu glauben, ihn zu kennen oder gar ihn mehr zu lieben? Ehrlich gesagt, ich du mich schwer mit solchen hochkomplizierten, von gelehrten Theologen formulierten Sätzen“, betonte Hofmann. Die Menschen aller Zeiten kamen zu der Überzeugung, dass hinter der wunderbaren Schöpfung ein übermächtiges Wesen verborgen sein muss. Ihre unstillbare Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe führte sie zu der Einsicht, dass es einen Gott, wie immer sie ihn nennen mochten, geben muss. Unterschiedliche Vorstellungen entwickelten sich im Lauf der Jahrtausende. Im Judentum und davon ausgehend im Christentum und später im Islam wuchs der Glaube an einen einzigen Gott und formte sich zu einer tiefen religiösen Überzeugung.

 Dieser Gott ist der mächtige Schöpfer des Himmels, des Weltalls, der ganzen Welt und von allem was auf Erden lebt. Uns Menschen hat er mit einer besonderen Gabe beschenkt, der Willensfreiheit. Das hebt uns über alle anderen Wesen dieser Welt heraus. Gott ist es wichtig, dass wir aus freien Stücken an ihn glauben und ihn lieben. In diesem Geschenk der Freiheit steckt auch die Möglichkeit, sich von Gott abzuwenden, ihn nicht als seinen Schöpfer anzuerkennen. Das ist die Geschichte von Adam und Eva und aller Menschen, die in Versuchung sind, ihre von Gott geschenkte Freiheit zu missbrauchen. „Der Geist ist es, den unsere Kirche und wir alle in dieser Zeit so dringend brauchen. Den Geist der Liebe zu allen Menschen, egal ob sie anders denken und führen. Wir brauchen den Geist des Mutes zur Erneuerung, zum Aufbrechen alter Verkrustungen, die Menschen Klein halten. Den Geist der ungerechte Machtstrukturen aufbricht in der Politik und besonders auch in unsere Kirche“!

 Der Abschluss des festlichen Gottesdienstes war das Lied "Großer Gott wir loben Dich". Viele nutzten auch vom Kreuzberg aus einen Blick ins Vils- Lauterachtal oder in ihre ehemalige Heimat, die sich nun im Truppenübungsplatz befindet.

 


Erstkommunion / 20 Kinder empfangen Hl. Kommunion

 20 Kinder aus der Pfarrei empfingen am  Samstag und Sonntag erstmals die Kommunion. Würdig wurden diese Festtage mit Pfarrer Werner Sulzer und der gesamten Pfarrgemeinde begangen. Die Kinder selbst gestalteten den jeweiligen Festgottesdienst mit.

 Aufgrund der Hygienemaßnahmen feierten am Samstag und Sonntag jeweils 10 Kinder ihre Erstkommunion. „Erstkommunion nicht so wie erhofft – nicht so wie erträumt – so wie es unter den gegenwärtigen Bedingungen möglich ist – vielleicht steht Jesus sogar etwas mehr im Vordergrund als sonst“, betonte Pfarrer Werner Sulzer nach dem Eingangslied. Im Anschluss daran trugen Kinder die Kyrierufe mit Texten vor. „Bei eurer Taufe hat euer Vater für euch die Taufkerze entzündet, so dürfen wir jetzt eure Erstkommunionkerze entzünden“.  

 Zur Predigt sagte Pfarrer Werner Sulzer zu den Kindern „Stellt euch einmal Jesus, seine Worte, sein Leben als Samenkorn vor und die Erde, in der er aufgehen möchte, das seid ihr selbst, euer Leben, euer Herz. Damit das Wirklichkeit wird, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein“. Es braucht jemanden, der diesen Samen, der Jesus und seine Botschaft aussät. Jesus, den Glauben und damit eine unzerstörbare Hoffnung ins Herz eines Kindes hineinzulegen, ist eine der vornehmsten und schönsten Aufgaben, die Eltern zukommen.

Dabei darf man nicht zu spärlich säen. Stellt euch einen Bauern vor, der nur ganz wenige, abgezählte Körner in seinen Acker steckt, weil er davon ausgeht, dass jedes aufgehen muss.

Oder stellt euch einen Gartenbesitzer vor, der einen neuen Rasen anlegt, indem er genau 10 abgezählte Grassamen in die Erde gibt. Das macht kein Bauer, das macht kein Gartenbesitzer. Wie sät er aus: mit vollen Händen bzw. heute Maschinen. Mehr als reichlich, damit immer nur ein Teil aufgeht. Schenke Sie ihren Kindern Glauben und Hoffnung und davon nicht zu wenig, sondern reichlich.

 „Ich hab hier zwei verschiedene Gefäße mit Erde. Auf der einen Seite eine ganz feste Erde, auf der anderen Seite aufgelockerte Erde. Wo wird der Samen wohl eher aufgehen?“

Damit das Samenkorn aufgehen kann, muss der Boden aufgelockert sein. Auf einem harten, festgetrampelten Boden bleibt der Samen liegen und es passiert nichts. Ein hartes, abgestump­ftes Herz, ein Herz, das nur an sich denkt, dass nur an Dingen Interesse hat, das übersättigt ist, ist unempfänglich für Jesus. Bringt Gott ein offenes, neugieriges, aufnahmebereites Herz entgegen, damit er in euch ankommen kann. 

 „Jetzt ist das Samenkorn in der Erde. Was braucht es jetzt, damit es aufgehen und keimen kann.“ Es braucht die Wärme der Sonne und die Feuchtigkeit des Regens. Das Wasser weicht die harte Schale auf und bringt es zum Keimen, die Wärme lockt es aus dem Boden heraus. Wärme und Wasser lassen es keimen und wachsen. Es sind vor allem zwei Dinge, die das Gute, den Glauben, die Hoffnung in einem jungen Menschen wachsen lassen.

Zum einen eine wohltuende, positive Atmosphäre, Nestwärme, ein familiäres Umfeld, das ihm Geborgenheit und Wärme schenkt.

Und zum anderen das Gebet. Beten heißt, mich und mein Leben in die Sonnenstrahlen Gottes zu halten. Beten heißt, meine Seele von seiner Liebe begießen lassen. Wie ein sanfter Landregen legt sich Gottes Kraft auf meine Seele und lässt das Beste in mir keimen und wachsen, gedeihen und aufblühen.

 „Gleich einem Samenkorn legst du das Leben und den Glauben in mich hinein. Die Sonnenstrahlen deiner Liebe lassen dieses Korn gedeihen. Was einst ganz klein, wächst wie ein Traum. – ich weiß nicht wie, Entfaltet sich ungemein, lässt mir und anderen Raum. Bringt Frucht, die bleibt und Leben schenkt.“

 

 



Innenrenovierung der Filialkirche „St. Bartholomäus“ Winbuch

 Nach der Außenrenovierung der Kirche im Jahr 2015 steht in der Filialkirche „St. Bartholomäus“ Winbuch im nächsten Jahr die Innenrenovierung an. Die angesetzten Gesamtkosten belaufen sich auf 546 200 Euro.

Als vorbereitende Maßnahme fand bereits im Oktober eine Begasung des Kirchenraums gegen den aktiven Anobienbefall statt. Bei der Besichtigung der Kirche sind zahlreiche Problempunkte in Form von Rissen und Verformungen zu Tage getreten, die nun durch eine Sanierung von Innen ertüchtigt werden müssen. Die Dachkonstruktion überspannt eine Breite von ca. 9 m und besitzt eine Gesamthöhe von ca. 5 m. Der Dachreiter lastet direkt auf die Zerrbalkenlage über Lastverteilungsschwellen ab. Sämtliche veränderliche und dynamische Lasten wie Winddruck- und soglasten, sowie Glockenläuten, werden direkt auf die Zerrbalkenlage und damit auf die Stuckdecke übertragen. Dies hat zu Rissbildung und Verformungen an der Stuckdecke geführt. Durch die Ausbildung des Chorbogens als sehr flacher Chorbogen ist das Bogenmauerwerk durch die Lasten aus dem Dachreiter mittig durchgesackt und es hat sich ein horizontaler Abriss eingestellt. Geplant ist die Überarbeitung der statischen Mängel an Dachtragwerk, den Zerrbalken, Wänden, Gewölbe und Empore. Die aus Bruchsteinmauerwerk erstellen Außenwände der Kirche weisen insbesondere in den Fensterscheiteln und –achsen durch die fehlende Klammerwirkung der Dachkonstruktion zum Teil erhebliche Risse auf. Die teilweise über die gesamte Gebäudehöhe bis zur Gründung aufgetretenen Risse haben ihren Ursprung wohl auch aus der Austrocknung des Lehmbodens durch die warmen Sommer. Der Auflagerbereich der Empore im Nordwesten der Kirche ist infolge der feuchtigkeitsgeschädigten Balkenköpfe abgesackt. Die Verformung der Decke lässt auf überlastete Holzverbindungen schließen. Als statische Sanierungsmaßnahmen sind Arbeiten am Dach, Wände und Empore erforderlich.

 Der Deckenputz hat sich großflächig entkoppelt und kann so nicht gehalten werden. Die Stuckrahmen sollen soweit wie möglich abgenommen werden, um sie nach Neuaufbau des Deckenputzes wieder zu montieren und entsprechend zu ergänzen. Der Deckenverputz wird abgenommen und die Decke mit Kalkputz 3-lagig neu verputzt. Der Wandputz ist bis in einer Höhe von ca. 2,0 m ausgetauscht worden, es handelt sich um Putze mit hohem Zementanteil, die bereits mürbe und stark sandend sind. Aus diesem Grund empfehlen sich die Abnahme der zementhaltigen Putze und eine Neuverputzung des Sockels mit Sanierputz. Beim Bodenbelag sind geschädigte Kalk-Platten auszubauen und zu erneuern.

 Die Ausstattungsgegenstände und Bauteile aus Holz sind mit aktiven Anobien befallen. Eine Begasung des Kirchenraumes wurde bereits durchgeführt. An der Eingangstüre ist eine Sanierung/Ergänzung der geschädigten Holzteile, die Erneuerung der Oberfläche und die Überarbeitung der Metallteile erforderlich. Die Bänke im Inneren der Kirche werden für die Putzarbeiten ausgebaut und das Podest wird erneuert. Im Zuge der Renovierung wird auch die technische Ausstattung und Elektroinstallation erneuert. Dazu zählt die Beleuchtungsanlage mit vier LED-Pendelleuchten im Langhaus, kleinen LED-Strahlern auf den Chorbogensimsen für den Altar und die Sitzbankheizung. Außerdem werden die Oberfläche von Altar, Volksaltar, Ambo und Seitenaltar gereinigt und konserviert.

 Der Baubeginn ist für nächstes Jahr vorgesehen. Finanzierungsplan: Gesamtkosten 546 200 Euro, Zuschüsse Diözese 262 900 Euro, Zuschuss Gemeinde Schmidmühlen 5 000 Euro, beantragte Zuwendungen vom Bezirk 25 000 Euro, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege 25 000 Euro und der Bayer. Landesstiftung 25 000 Euro. Der Eigenanteil der Pfarrei beläuft sich auf ca. 200 000 bis 250 000 Euro. Die Pfarrei bittet um freiwillige Spenden für die Filialkirche Winbuch, an Raiffeisenbank Unteres Vilstal Schmidmühlen, IBAN DE 30 760696110000016802. Spendenquittungen werden ausgestellt.