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Ostern in der Pfarrei

Feierlich, aber unter strengen Hygienevorschriften, wurde das Osterfest in der Pfarrei begangen. Für die Gottesdienste musste man sich anmelden. Des Weiteren wurden sie per Internet auch nach Hause übertragen.

 Nach alter Überlieferung postierten sich Ministranten rund um die Pfarrkirche an der Osternacht und machten mit ihren „Ratschen“ auf den Beginn des Gottesdienstes aufmerksam. Pfarrer Werner Sulzer trug vom hinteren Kirchenportal aus die entzündete Osterkerze in das finstere Gotteshaus und sang „Lumen Christi“, worauf das Volk mit „Deo gratias“ antwortete.

Die Ministranten gaben das Licht von der Osterkerze an die Besucher weiter, ebenso wurden auch die neuen Kerzen am Altar und das „ewige Licht“ entzündet.

 In seiner Predigt sagte Pfarrer Werner Sulzer, „Gott sah, dass es gut war.“ Mit diesen ausgesprochen positiven Tönen beginnt die Bibel. Gleich sechsmal betont dieser die 1. Schöpfungserzählung, um sich am Ende zu einem „Es war sehr gut.“ hinreißen zu lassen. Aber kann man diesen Satz angesichts unserer gegenwärtigen Misere, angesichts der Zustände in dieser Welt ernsthaft verkünden? Ist das nicht blauäugig. Man kann der Bibel manches vorwerfen, blauäugig ist sie nicht. Die Bibel weiß, wie es in dieser Welt zugeht und lässt kein Unheils Szenario aus. Sie konfrontiert den Glauben an das Gute mit dem, was es an Ungutem in dieser Welt gibt: Krankheit, Gewalt, Unrecht, Sorgen. Und so zieht sich wie ein roter Faden die Frage durch die Bibel: Lässt sich angesichts der Zustände auf dieser Welt dieser Satz: Es ist gut aufrechterhalten? Diese Frage richtet sich ja ganz massiv an Gott: Was ist mit die­ser Schöpfung los? Wozu braucht es Viren? Wozu braucht es all das Leid – das menschengemacht – das schicksalshafte? Was ist mit deinem Geschöpf, dem Menschen los? Und Gott lässt sich auf diese Frage ein und zwar mit seiner ganzen Existenz. Er beantwortet sie nicht mit Worten, die schnell zu leeren Floskeln werden, sondern mit seinem Leben. Er begibt sich in all das hinein, was ungut ist: Er lässt sich un­menschlich behandeln, durchlebt abgrundtiefe Einsamkeit, unrecht, Verzweiflung, lässt sich aufs Blut quälen, um schließlich den Tod zu erleiden. In all dem hält er daran fest, dass der Mensch, diese Welt und Gott im Kern, im Grund gut ist und unterfängt so all das Ungute, Todbringende dieser Welt. Er legt einen Grund, der tiefer ist als jede Verzweiflung, tiefer als der Tod. Seitdem haben wir allen Grund zur Hoffnung. Das ist der große Unterschied zum Optimismus. Optimismus geht davon aus, dass es irgendwann und irgendwie vielleicht gut wird. Hoffnung braucht und hat einen Grund. Hoffnung ist keine pure Zukunftsmusik, sie ist vielmehr hier und heute bereits begründet. Sie ist schon Wirklichkeit, die nur noch darauf wartet, sich zu entfalten, sich zu verwirklichen, sich durchzusetzen. Wie eine Knospe, die da ist, aber erst aufgehen muss, wie ein Samenkorn, das da ist, aber erst noch keimen muss. Ostern, die Auferstehung Jesu ist der tiefste Grund unserer Hoffnung diese unsagbare Wirklichkeit, dass der Tod Jesus nicht festhalten konnte, dass im Tod Leben aufbricht.

„Sie kennen alle den Satz: Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Von Ostern her können wir sagen: Die Hoffnung überlegt zuletzt, die österliche Hoffnung überlebt selbst den Tod.

Weil wir das glauben, gibt es für uns Christen keine gänzlich hoffnungslose Situation, weil er uns hoffen lässt, es gibt keine unhaltbaren Zustände, weil wir jederzeit gehalten sind.

 



"Am Fuß des Kreuzes tummeln sich jetzt viele Hasen. Bei uns bringt der Osterhase die Ostereier. In anderen Regionen bringt sie der Storch oder der Kuckuck. Da Hasen ganz viele Junge zur Welt bringen - gerade auch in der Zeit rund um Ostern - gelten sie als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit.
Die Legende erzählt, der Hase schlafe mit offenen Augen. Richtig ist. Wenn sich ein Feind nähert, sitzt er mit offenen Augen ganz starr da - wie tot,
um dann im nächsten Augenblick aufzuspringen und ganz schnell davonzulaufen. Wieder ein Symbol für den Auferstandenen."


 Die Büchereiarbeit wurde digitalisiert

 Das gesamte Büchereiteam ist aktiv bei der Arbeit

 Ein absolut richtiges Timing bewies die Pfarr- und Gemeindebücherei Schmidmühlen im Oktober 2019 mit ihrer Entscheidung, die Büchereiarbeit zu digitalisieren. Wie richtig diese Maßnahme, trotz großer Investitionskosten war, sollte sich bald zeigen.

Im Vorfeld  der Umstellung wurde der gesamte Büchereibestand sortiert, überprüft  und nicht mehr gefragte Medien ausgemustert. Nachdem die notwendige Hard- und Software, vom ausgewählten Büchereiprogramm über Laptops, Belegdrucker und Scanner bestellt, geliefert und installiert sowie die nötigen Arbeitsmaterialien zu Tausenden (Etiketten, Schutzfolien und Leseausweismaterial) besorgt waren, begann man Ende Dezember 2020 die verbliebenen knapp 6000 Bestandsmedien mit Barcodes zu etikettieren. Bis zu 16 Helfer und Helferinnen von 10 – 68 Jahren versahen Bücher, Hörbücher, DVD´s, Zeitschriften und Spiele mit den entsprechenden Strichcodeetiketten und von Hand geschnittenen Schutzfolien. Nach drei intensiven Arbeitstagen war die Arbeit geschafft und die manuelle Eingabe der Medien- und Nutzerdaten in das neue Büchereiprogramm konnte beginnen.

Pünktlich zum 01. März 2020 und damit genau im geplanten Zeitrahmen, konnte die Bücherei nach einer 10 wöchigen Schließ- und Umstellungsphase die Pforten wieder öffnen. 450 Stunden ihrer Freizeit verbrachten ehrenamtliche Helfer während dieses Zeitraums in der Bücherei. Ettliche zusätzliche Stunden investierten und investieren zwei junge Erwachsene in die Einrichtung, Installation und laufende Betreuung der Hard- und Software. Insgesamt war es eine mit Arbeitseifer, Freude und Teamgeist geprägte Zeit mit zahlreichen technischen und organisatorischen Herausforderungen. Finanziert wurde die Umstellungsmaßnahme aus Rücklagen der Bücherei und mit Beteiligung der Marktgemeinde Schmidmühlen an den laufenden Kosten, indem der Gemeindezuschuss erhöht wurde.

Gerade zwei Wochen war die Bücherei geöffnet, in denen die Leserinnen und Leser sich an die geänderten Ausleihvorgänge gewöhnen und ihre Bücherei wieder nutzen konnten, bevor aufgrund Corona mit dem ersten Lockdown, die Bücherei  am 15.03.2020 wieder schließen musste. Es war ein Schock für alle Büchereimitarbeiter, die darunter litten, dass  wiederum eine Ausleihe nicht mehr möglich war und man nicht mehr für die Leserinnen und Leser da sein konnte.

Nun machte sich die Mühe der letzten Wochen im Hinblick auf die Digitalisierung der Büchereiarbeit bezahlt. Kurzerhand wurde in den Biblino-Onlinekatalog  investiert, der den Büchereinutzern die Möglichkeit bietet, sich online über den Medienbestand zu informieren und in Krisenzeiten per E-Mail Medienbestellungen aufzugeben. Sobald es die Corona-Maßnahmen zuließen, wurde am 24. April 2020 mit dem Medienhol- und Bringdienst begonnen, nachdem ein umfassendes Hygienekonzept zum Schutz der Mitarbeiter als auch der Nutzer dieses Dienstes ausgearbeitet worden war. Die wöchentlichen Medienlieferungen waren für alle Beteiligten ein Highlight. Die Mitarbeiter freuten sich, die Wünsche vor allem auch der kleinen Leser erfüllen zu können und großen und kleinen Kunden die Zeit des Lockdowns erträglicher zu machen.  Am 1. Juli und damit pünktlich zur Ferienzeit war die persönliche Ausleihe wieder möglich und der Hol- und Bringdienst wurde eingestellt. Endlich durfte man unter entsprechenden Auflagen und einem angepassten Hygienekonzept die Leser und Leserinnen wieder persönlich begrüßen. Wie es schließlich im Herbst weiterging, wissen alle zur Genüge. Ohne größere Vorlaufzeit wurde zum 01.12.2020 erneut ein Lockdown beschlossen, von dem auch die Büchereien wieder unmittelbar betroffen waren. Innerhalb von zwei Tagen wurde emsig daran gearbeitet, den Lesern eine nochmalige persönliche Ausleihe am 30.11.2020 zu ermöglichen, um sich über Weihnachten bis ins neue Jahr hinein reichlich mit Lesestoff zu versorgen. In kürzester Zeit erstellte Zeitungsmitteilungen, E- Mailbenachrichtigungen und Hinweise nach den Gottesdiensten durch Pfarrer Werner Sulzer halfen, den kurzfristig anberaumten Öffnungstag einen Tag vor dem endgültigen Shutdown zu publizieren. Zahlreiche Leser konnten damit zu einer letzten Ausleihe mobilisiert werden. Dies zeigte sich an einem absoluten Medienausleihrekord. Binnen 4 Stunden wurden 450 Medien ausgegeben. Von 01.12.2020 bis 19. Januar 2021 ruhte der Büchereibetrieb. Das hieß jedoch nicht, dass die Hände der Büchereileitung still standen. Neue Bücher für die Zeit nach dem Lockdown wurden eingekauft, eingebunden und katalogisiert. Bücher aus den Altbeständen bewertet und an Antiquariate weitergegeben. Zusätzliches Hygieneinventar wurde beschafft und installiert. Zu guter letzt gestaltete man die Büchereidekoration im Hinblick auf den zu erwartenden Frühling um, damit man den Leserinnen einen stimmungsvollen Start in den Frühling bieten konnte, falls ein Büchereibesuch wieder möglich sein sollte. Auch das Flohmarktteam nutze die „stade“ Zeit. Flohmarktware wurde umsortiert, um zur Verfügung stehenden Lagerraum optimal zu nutzen und im Falle von Lockerungen schnell auf Artikel für einen möglichen Verkauf zugreifen zu können. Schritt für Schritt passte man sich Anfang 2021 den Coronalockerungsmaßnahmen an. So führte man am 20.01.2021 den bewährten Medienhol- und Bringdienst wieder ein, bevor man zum 9. Februar mit dem bereits aus dem Handel bekannten „Click and Collect „ den Lesern ermöglichte, die online bestellten Medien selbst in der Bücherei abzuholen und dabei nicht mehr benötigte Medien zurückzubringen. Für das Büchereiteam war es ein Jahr voller Herausforderungen, kurzfristigen Entscheidungen und Weiterentwicklungen bezüglich Hygienekonzepten und Anpassungsfähigkeit. Je länger der Lockdown dauert, umso mehr kribbelt es dem Büchereiteam in den Fingern, Bücherei wieder mit all seinen Angeboten leben zu können. So werden für die Zeit nach dem Lockdown Schulführungen, Vorlesestunden für Kinder ins Auge gefasst und entsprechend vorbereitet. Sehnsüchtig wartet man darauf, wieder Büchereifeste mit Buchvorstellungen und den bewährten Flohmarkt durchzuführen. Größtes Highlight aber dürfte die für 12. Oktober 2021 geplante Lesung mit der namhaften Schriftstellerin Tanja Kinkel sein. Titel wie „Der Puppenspieler, Grimms Morde, Götterdämmerung, Der Wal und das Mädchen…“ sind vielen Lesern nicht unbekannt. Das Büchereiteam hofft von Herzen, dass diese Veranstaltung stattfinden kann.



1. Nächster Schritt des Kreuzesbaumes:
Text: "An Ostern stellen viele auch blühende Zweige in die Wohnung. Das ist nicht nur eine schöne Dekoration, sondern erzählt auch von Ostern. Nicht nur die grünen Blätter, sondern auch die bunten Blüten künden nach dem kalten Winter vom Leben. Der Auferstandene schenkt buntes, blühendes Leben, so sagen uns die Blüten, die unseren Kreuzesbaum in noch mehr Farbe getaucht haben.

 

2. Osterbetteln
"Wie im vergangenen Jahr fällt das traditionsreiche Osterbetteln leider der Coronapandemie zum Opfer. Stattdessen trägt am Ende jedes Ostergottesdienstes eine Abordnung der MInistranten den Osterbettelspruch vor und bittet dann am Ausgang um eine finanzielle Anerkennung für ihren Dienst. Wer die MInistranten für ihre vielfältigen Dienste honorieren will, möge an den Ostertagen auch an sie denken. Gerne können Sie auch ein Kuvert mit dem Vermerk "Ministranten" in den Postkasten des Pfarrhauses werfen."

3. Gottesdienste
Für die Gottesdienste am Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag/-montag um 8.00 Uhr bedarf es keiner Anmeldung.
Für die Osternachtsfeier ist die Kirche bereits gefüllt. Wir bitten darum, dass die Angemeldeten rechtzeitig und mit entsprechendem Abstand ihre Plätze einnehmen.
Für die Gottesdienste am Ostersonntag und Ostermontag 9.30 Uhr nehmen wir gerne noch Anmeldungen an. Nach jetzigem Stand ist die Kirche bei diesen beiden Gottesdeinsten nicht voll, so dass auch kurzfiristig jemand auch unangemeldet kommen kann.

 



"Um das Kreuz flattern jetzt unzählige Schmetterlinge. Dass sich aus einer Raupe, die eher hässlich ist und auf dem Boden kriecht, ein wunderschöner Schmetterling entwickelt, der ganz leicht durch die Lüfte fliegt, hat die Menschen schon immer fasziniert.
Dafür braucht es freilich eine Verwandlung. Dazu spinnt sich die Raupe ein. Der Kokon wirkt wie ein Grab; die Raupe stirbt darin, um als Schmetterling aufzuerstehen.
Raupe und Schmetterling - dasselbe Wesen in zwei unterschiedlichen Gestalten.
Auch der tote Jesus musste sich verwandeln. Er ist dasselbe Wesen wie zuvor, obwohl er seinen Jüngern ganz anders erscheint."



"Zu Füßen des Kreuzes tummeln sich jetzt Lämmer. Von weitem sehen sie aus wie Gänseblümchen. Jetzt im Frühling werden viele Lämmer geboren. Mit ihnen beginnt neues Leben.
Da sie ganz kuschelig, weich und weiß sind, gelten sie als rein und unschuldig. Auch Jesus war ganz unschuldig und rein.
Zurzeit Jesu wurden im Tempel vor allem Lämmer geopfert, um Gott zu danken oder ihn um Vergebung zu bitten. Wir brauchen keine Tiere zu opfern,
weil sich Jesus für uns geopfert hat und so für uns zum Lamm Gottes wurde."  



"Das scheinbar tote Kreuzeshol mit dem Gekreuzigten erwacht Schritt für Schritt durch österliche Symbole zum Leben.
Er, den alle für tot halten, ist ganz und gar lebendig - in einer neuen Weise.

Davon erzählen die verschiedenen Ostersymbole.
Nach der kahlen Jahreszeit treiben die Bäume und Sträucher neue Blätter. Die scheinbar toten Zweige erwachen zum Leben.





Werden und Veränderung des Kreuzesbaum

Spende an die Pfarr- und Gemeindebücherei

 Eine absolut unerwartete und in ihrer Art einmalige Anerkennung erhielt die Pfarr- und Gemeindebücherei Schmidmühlen von einer Leserin.

 Durch ihre privat gestaltete Aktion „Fasching zu Hause“, bei der Bekannten und Freunden gegen einen geringen Obulus mit Picollo, Luft­schlangen, Konfetti, Bonbons und Luftballons bestückte Faschings­tüten angeboten wurden, erzielte Simone Fleischmann Spenden 170 Euro. Kurzerhand gab sie diesen Betrag an die Pfarr- und Gemeindebücherei Schmidmühlen weiter. Als Anerkennung für das Büchereiteam unter Leitung von Gudrun Jeziorowski, das auch unter erschwerten Bedingungen während des Corona-Lockdowns ihren Leserinnen und Lesern verschiedene Gelegenheiten zur Medienausleihe bot. Medienbring- und Holdienste, Click & Collect sowie außerordentliche Öffnungstage ermöglichten dies. Das völlig überraschte Büchereiteam strahlte vor Freude über diese Art der Zuwendung und bedankt sich ganz herzlich bei Simone Fleischmann und allen, die sie bei dieser Aktion zugunsten der Bücherei unterstützt haben.


Ein Friedenskönig in den Herzen / Kindersegnung

Am Neujahrstag fand in der Pfarrei die schon zur Tradition gewordene Kindersegnung in der Pfarrkirche statt. Dabei wurden die Kinder von Pfarrer Werner Sulzer einzeln gesegnet.

 Zum Beginn hatte sich das Gotteshaus mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den vorderen runden Bänken gefüllt. Zur Eröffnung hörte man das Lied "Ihr Kinderlein kommet".

 Pfarrer Werner Sulzer sagte, „schön dass ihr am ersten Tages Jahres in die Kirche gekommen seid. Ihr Kinder seid sicherlich neugierig, wie Gott ein Kind geworden ist. Schaut in den Spiegel und seht, so ist Gott geworden. Für Kinder ist Weihnachten so wichtig“! Anhand einer Geschichte erzählte der Geistliche den Kindern eine Geschichte über den Mann Karim, der wie die heiligen drei Könige dem Stern folgte. Karim kam zum Schluss der Geschichte zur Einsicht, dass Frieden wichtiger sei als Rache. Pfarrer Werner Sulzer wünschte den Besuchern einen Friedenskönig in den Herzen, in den Häusern und in aller Welt. Aufgrund der Hygieneregeln konnte der Geistliche den Kindern nicht die Hand auflegen, deshalb erfolgte dies durch Auflegung eines Tuches über die Schultern.

„Die Kinder sollen jetzt nach vorne kommen", betonte Pfarrer Werner Sulzer. Anschließend traten dann die Kinder und Jugendlichen einzeln vor den Altar, der Geistliche legte ihnen ein Tuch über die Schulter und segnete jedes Kind einzeln.

 


 Kindergartenanbau mit 1,8 Millionen Euro

Für die Pfarrei Schmidmühlen steht die nächste Mammutaufgabe mit dem Kindergartenanbau in Höhe von 1,8 Millionen Euro an. Davon übernimmt die kirchliche Seite Kosten von 600 000 Euro, die sich auf Diözese 140.000 Euro und Pfarrei 460.000 Euro aufteilen.

 Ein kostspieliges Jahr 2021 steht für die Pfarrei Schmidmühlen an. Neben der Innenrenovierung der Kirche St. Bartholomäus Winbuch über 546 200 Euro steht jetzt der Kindergartenanbau mit 1,8 Millionen Euro an.

 Die Arbeiten haben bereits begonnen und die Ausschreibungen laufen an. Die Spezialtiefbau-Verdrängungsbetonsäulen wurden eingebracht und noch im Dezember war die Fertigstellung der Sohle. Ab 18. Januar beginnen die Innenarbeiten im Altbau des Kindergartens. Entstehen soll mit dem Anbau ein Speiseraum, Mehrzweckraum, Integrationsraum, Büro für die Leiterin und ein Abstellraum. Neugebaut werden auch die Heizung und die Toilettenanlage.

 1905 eröffnete der erste Kindergarten in Schmidmühlen. Er wurde von 3 Mallersdorfer Schwestern geleitet. Die Trägerschaft hatte der Elisabethenverein. Während der Kriegszeit wurde der Kindergarten von der NSV geführt. Erst 1945 konnte er wieder von den Schwestern übernommen werden. In dieser Zeit stand nur ein Gruppenraum im Kloster und ein Spielplatz beim Oberen Schloss zur Verfügung. Wegen der steigenden Kinderzahl war ein größerer Kindergarten unbedingt erforderlich. Die Eheleute Utz vermachten ihr Grundstück mit Nebengebäuden der Kirche. Somit war es 1956 möglich, mit dem Bau eines größeren Kindergartens zu beginnen. Im Juli 1957 konnte der Neubau bezogen werden. Nachdem der Neubau auf einem Grundstück der Kirchengemeinde errichtet wurde, ging die Trägerschaft an die Kirchenstiftung über. Ab 1991 reichten die vorhandenen Kindergartenplätze erneut nicht mehr aus. Man stand vor der Entscheidung den bisherigen Kindergarten zu erweitern oder einen größeren Kindergarten zu bauen. Da der Kostenvoranschlag für die Sanierung und Erweiterung enorm hoch war, entschloss man sich für einen Neubau. Im November 1993 konnte der neue Kindergarten „St. Georg“ eingeweiht werden. Im Laufe der Zeit ergab sich dann ein Umbruch. Die Zahl der Kinder vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr ging zurück und der Wunsch für eine Betreuung unter 3-Jähriger nahm zu. So wurde 2012 die Einrichtung umgebaut. Es entstand eine Kindertageseinrichtung mit 2 Kindergartengruppen und einer integrierten Krippengruppe. Da 2015 der Bedarf an Kindergartenplätzen wieder zunahm, wurde der Turnraum in ein Gruppenzimmer umfunktioniert und eine neue Kindergartengruppe, die Mondgruppe, gegründet. Durch die weiterhin benötigten Kindergartenplätze kristallisierte sich heraus, dass die Einrichtung mittlerweile zu klein ist und es an Funktionsräumen fehlt. Deswegen wurde 2019 beschlossen, dass die Kindertageseinrichtung durch einen Anbau erweitert wird, in dem sich ein Speisesaal, ein Turnraum und ein zusätzlicher Raum für Therapeuten oder interne Fördermaßnahmen befinden. Die Mittagesseneinnahme findet seit November 2008 im Gruppenzimmer statt. Der Bedarf an Mittagessen ist gestiegen. Aus Platzgründen findet die Einnahme im Gruppenraum. Da kein Turnraum mehr zur Verfügung steht, gehen die Kinder seit September 2015 in die Schule zum Turnen: Dies ist aber sehr wetterabhängig und aufwendig.

Die Gesamtkosten des Anbaus belaufen sich auf 1.721.000 Euro, davon trägt 2/3 die Kommune und 1/3 die Kirche. Der Markt Schmidmühlen bekommt von 823.000 Euro zuweisungsfähigen Kosten 88,45 % Zuwendung (728.000). Aufgeteilt auf BayFAG-Förderung und Invest-Programm Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020. Da es sich bei Kleinkinderbetreuung um eine kommunale Pflichtaufgabe handelt, entlastet die Pfarrei die Kommune um den Betrag von 600 000 Euro. In den nächsten drei Jahren kommen auf die Pfarrei Kosten in Höhe von über 700 000 Euro zu. Dem stehen jährliche Einnahmen von 130 000 Euro gegenüber. Fixkosten für Personal, Strom, Heizung entstehen in Höhe von 60 000 Euro. So stehen der Pfarrei Schmidmühlen für Baumaßnahmen pro Jahr etwa 70 000 Euro zur Verfügung. Aus diesem Grund muss die Pfarrei auf Rücklagen zurückgreifen und ist deshalb auf jede Form von Spenden ausgesprochen dankbar. Die Pfarrei bittet um freiwillige Spenden für die Baumaßnahmen an Raiffeisenbank Unteres Vilstal Schmidmühlen, IBAN DE 30 760696110000016802. Spendenquittungen werden selbstverständlich ausgestellt. 

 

 

 

 

 



Innenrenovierung der Filialkirche „St. Bartholomäus“ Winbuch

 Nach der Außenrenovierung der Kirche im Jahr 2015 steht in der Filialkirche „St. Bartholomäus“ Winbuch im nächsten Jahr die Innenrenovierung an. Die angesetzten Gesamtkosten belaufen sich auf 546 200 Euro.

Als vorbereitende Maßnahme fand bereits im Oktober eine Begasung des Kirchenraums gegen den aktiven Anobienbefall statt. Bei der Besichtigung der Kirche sind zahlreiche Problempunkte in Form von Rissen und Verformungen zu Tage getreten, die nun durch eine Sanierung von Innen ertüchtigt werden müssen. Die Dachkonstruktion überspannt eine Breite von ca. 9 m und besitzt eine Gesamthöhe von ca. 5 m. Der Dachreiter lastet direkt auf die Zerrbalkenlage über Lastverteilungsschwellen ab. Sämtliche veränderliche und dynamische Lasten wie Winddruck- und soglasten, sowie Glockenläuten, werden direkt auf die Zerrbalkenlage und damit auf die Stuckdecke übertragen. Dies hat zu Rissbildung und Verformungen an der Stuckdecke geführt. Durch die Ausbildung des Chorbogens als sehr flacher Chorbogen ist das Bogenmauerwerk durch die Lasten aus dem Dachreiter mittig durchgesackt und es hat sich ein horizontaler Abriss eingestellt. Geplant ist die Überarbeitung der statischen Mängel an Dachtragwerk, den Zerrbalken, Wänden, Gewölbe und Empore. Die aus Bruchsteinmauerwerk erstellen Außenwände der Kirche weisen insbesondere in den Fensterscheiteln und –achsen durch die fehlende Klammerwirkung der Dachkonstruktion zum Teil erhebliche Risse auf. Die teilweise über die gesamte Gebäudehöhe bis zur Gründung aufgetretenen Risse haben ihren Ursprung wohl auch aus der Austrocknung des Lehmbodens durch die warmen Sommer. Der Auflagerbereich der Empore im Nordwesten der Kirche ist infolge der feuchtigkeitsgeschädigten Balkenköpfe abgesackt. Die Verformung der Decke lässt auf überlastete Holzverbindungen schließen. Als statische Sanierungsmaßnahmen sind Arbeiten am Dach, Wände und Empore erforderlich.

 Der Deckenputz hat sich großflächig entkoppelt und kann so nicht gehalten werden. Die Stuckrahmen sollen soweit wie möglich abgenommen werden, um sie nach Neuaufbau des Deckenputzes wieder zu montieren und entsprechend zu ergänzen. Der Deckenverputz wird abgenommen und die Decke mit Kalkputz 3-lagig neu verputzt. Der Wandputz ist bis in einer Höhe von ca. 2,0 m ausgetauscht worden, es handelt sich um Putze mit hohem Zementanteil, die bereits mürbe und stark sandend sind. Aus diesem Grund empfehlen sich die Abnahme der zementhaltigen Putze und eine Neuverputzung des Sockels mit Sanierputz. Beim Bodenbelag sind geschädigte Kalk-Platten auszubauen und zu erneuern.

 Die Ausstattungsgegenstände und Bauteile aus Holz sind mit aktiven Anobien befallen. Eine Begasung des Kirchenraumes wurde bereits durchgeführt. An der Eingangstüre ist eine Sanierung/Ergänzung der geschädigten Holzteile, die Erneuerung der Oberfläche und die Überarbeitung der Metallteile erforderlich. Die Bänke im Inneren der Kirche werden für die Putzarbeiten ausgebaut und das Podest wird erneuert. Im Zuge der Renovierung wird auch die technische Ausstattung und Elektroinstallation erneuert. Dazu zählt die Beleuchtungsanlage mit vier LED-Pendelleuchten im Langhaus, kleinen LED-Strahlern auf den Chorbogensimsen für den Altar und die Sitzbankheizung. Außerdem werden die Oberfläche von Altar, Volksaltar, Ambo und Seitenaltar gereinigt und konserviert.

 Der Baubeginn ist für nächstes Jahr vorgesehen. Finanzierungsplan: Gesamtkosten 546 200 Euro, Zuschüsse Diözese 262 900 Euro, Zuschuss Gemeinde Schmidmühlen 5 000 Euro, beantragte Zuwendungen vom Bezirk 25 000 Euro, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege 25 000 Euro und der Bayer. Landesstiftung 25 000 Euro. Der Eigenanteil der Pfarrei beläuft sich auf ca. 200 000 bis 250 000 Euro. Die Pfarrei bittet um freiwillige Spenden für die Filialkirche Winbuch, an Raiffeisenbank Unteres Vilstal Schmidmühlen, IBAN DE 30 760696110000016802. Spendenquittungen werden ausgestellt.