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Sie zogen auf einem anderen Weg - Sternsinger

 Die Aussendungsfeier der zwölf Sternsingergruppen der Pfarrei fand am Fest „Heiligdreikönig“ beim Festgottesdienst statt.

 Die Sternsinger wurden gesegnet und durch Pfarrer Werner Sulzer ausgesandt. Die Gruppen zogen anschließend durch die Straßen der Pfarrei. Es beteiligten sich 49 Teilnehmer, plus Begleitpersonen.

In seiner Predigt betonte Pfarrer Sulzer, das heutige Evangelium und damit das Weihnachtsgeschehen endet mit dem lapidaren Satz: „Sie zogen auf einem anderen Weg heim in ihr Land.“ Das klingt zunächst wie in ein beiläu­figer Satz. Dem Umstand geschuldet, dass Herodes dem Kind nach dem Leben trachtet. Ein klein wenig anders übersetzt, gewinnt der Satz an Bedeutung: Sie zogen anders heim in ihr Land. Darum geht es letztlich: Weihnachten will verwandeln. Wir sollen anders von der Krippe weggehen, wie wir hergekommen sind. „Ihr, liebe Sternsinger, lebt uns das beispielhaft vor: Es gibt heute etliche Kinder und Jugendliche, die sich heute Nachmittag nicht von ihrem Tablet trennen können. Ihr dagegen seid mit Menschen, mit anderen Kinder und Jugendlichen unterwegs, um zu Menschen zu gehen. Ihr bildet ein Wir, das Wir, einer Sternsingergruppe, das Wir unserer pfarrlichen Sternsinger, das Wir einer weltweiten Bewegung. Und dabei stellt ihr Kinder am Rande der Gesellschaft in den Mittelpunkt, in diesem Jahr ganz besonders behinderte Kinder in den Mittelpunkt“, so der Geistliche. Bei den Entscheidungen der Mächtigen spielen Kinder keine Rolle und behinderte Kinder schon gar nicht. Zumindest für einen Nachmittag werden sie in die Mitte gerückt. Sie zogen anders Weg heim in ihr Land. Weihnachten ist es dann geworden, wenn wir von der Krippe anders weggehen, wie wir gekommen sind, wenn das göttliche Kind uns verwandelt: Von den Dingen zu den Menschen – vom Ich zum Wir – von den viel beachteten zu denen am Rande.

Die 12 Sternsingergruppen, jeweils drei Kinder in den entsprechenden Gewändern der Heiligen Drei Könige und mit Weihrauchkessel, begleitet von einem Kind als Sternträger, zogen anschließend von Haus zu Haus und trugen ein Gedicht vor. Auf Wunsch schrieben sie über die Haustür die Buchstaben C, M, und B (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus).

 

 

 


Geschichte über einen Räuber / Kindersegnung

 Am Neujahrstag fand in der Pfarrei die schon zur Tradition gewordene Kindersegnung in der Pfarrkirche statt. Dabei wurden die Kinder von Pfarrer Werner Sulzer einzeln gesegnet.

 Zum Beginn hatte sich das Gotteshaus mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den vorderen runden Bänken gefüllt. Zur Eröffnung wurde gemeinsam das Lied "Ihr Kinderlein kommet" gesungen. Pfarrer Werner Sulzer sagte, „ein kleines Kind rührt die Herzen der Menschen. Ein Kind ist berührend, innerlich im Herzen. Heute werde ich den Kindern die Hand auflegen und den Segen Gottes spenden“.

 Vor dem Altar war eine Leinwand aufgebaut, mit Bildern hinterlegt erzählte der Geistliche die Geschichte von einem Räuber. Dieser hatte 5 Dolche stecken in seinem Gürtel, einen Säbel und eine Keule. Ganz furchtbar sah er aus und alle hatten Angst vor ihm. Nur Maria mit dem Kind hatte keine Angst und lachte den Räuber aus. Der Räuber fragte Maria fürchtest du dich nicht vor mir. Diese antwortete nein, was bist du für ein lustiger Kerl. Der Räuber konnte dies gar nicht verstehen, dass jemand vor ihm keine Angst hat. Die Kyrierufe und Fürbitten wurden von Kindern vorgelesen.

 „Die Kinder sollen nach vorne kommen und ich werde euch die Hand auf den Kopf legen", betonte Pfarrer Werner Sulzer.  Anschließend traten dann die Kinder und Jugendlichen einzeln vor den Altar, der Geistliche sprach sie mit dem jeweiligen Vornamen an, legte ihnen die Hand auf und segnete jedes Kind einzeln

Nikolaus auch beim Seniorennachmittag der Pfarrei mit dabei

Die Pfarrei hatte die Senioren in das Pfarrheim zum monatlichen Seniorennachmittag eingeladen. Auch der Nikolaus kam zu Besuch.  

 Das Organisationsteam hatte sich für die Gestaltung des Nachmittags wieder sehr viel einfallen lassen. Das Pfarrheim war bis auf den letzten Platz gefüllt und mit Tischgestecken wunderbar adventlich gedeckt. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee, Stollen und Plätzchen bestens gesorgt, sogar Glühwein wurde neben anderen Getränken gereicht. Pfarrer Werner Sulzer begrüßte die Senioren und der Seniorenchor sang zur Eröffnung „Heut Senioren wird´s was geben“. Die göttlichen Tugenden trug Marianne Fleischmann vor. "Staad eatz is Advent" sangen die Schmidmühlner Sängerinnen, die den Nachmittag gesanglich umrahmten. Viel zu schmunzeln und lachen gab es zu dem Sketch „Außer Haus“. Die Senioren lauschten den Vorträgen und Liedern und erfreuten sich über den gelungenen Nachmittag. Die Schmidmühlner Sängerinnen sangen anschließend "Da Wind bloast vo da Leit´n her". Viel zu lachen gab es bei „Weihnachten damals“. Mit dem gemeinsamen Lied "Leise wird es Advent", wurde der Nikolaus im Pfarrheim begrüßt. Dieser konnte in seinem Buch berichten, dass Pfarrer Sulzer viele Sketche mitspielt, überzeugend und oft sehr gerüht. „Ich hab auch gehört, in diesem Pfarrheim wird´s immer enger, kein Wunder- gibt´s doch hier auch jedes Mal begnadete Sänger! Man konnt auch erleben das Schmidmühlner Leuchtkäferchen Lissy, eine nostalgische Italienreise – Gelebten Wiener Schmäh, Sketche von Kare und Sepp an der Bar, Habt das Oktoberfest beim Schichtl mitgemacht, die Salvermoser Zenz war da und sogar eine Hinrichtung (Gott sei Dank mit gutem Ausgang) wir sahn.“

Über die einzelnen Helfer vom Seniorenteam, Elisabeth Schönberger, Marianne Fleischmann, Anna Dobler, Elvira Klesse, Emma Weigert, Thekla Weinmann und Renate Brechler konnte Nikolaus berichten, dass es nur noch das irdische Dreamteam genannt wird. Sein Dank galt auch den vielen Damen, die Senioren mit ihrem Auto zum Seniorennachmittag bringen. Der Nikolaus kam natürlich nicht mit leeren Händen und hatte für jeden Gast ein Geschenk mit dabei. Viel zu schnell verging mal wieder der kurzweilige Nachmittag und es hat allen Besuchern sehr viel Spaß und Freude gemacht.

 

 


Dauerregen beim Adventmarkt / St. Nikolaus besucht die Kinder in der Pfarrkirche

Der schmucke Adventmarkt wurde am Samstag in der Pfarrkirche, im Anschluss an den Gottesdienst feierlich eröffnet. Hierbei wurde auch die erste Kerze am Adventkranz in der Pfarrkirche entzündet.

 Zum Beginn des Gottesdienstes sagte Pfarrer Werner Sulzer, „groß und mächtig steht er vor dem Altar, der Adventskranz. Drei Dinge hat er, einen runden Reifen, Tannenzweige und Kerzen“. Anschließend erfolge die Segnung. Bei den Kyrierufen beteiligten sich Kinder der Grundschule mit Texten. Zum Beginn der Predigt erklang ein Trompetensignal. „Zur Zeit Jesus kündeten Fanfaren den Einzug des Königs an. Auch Gott sendet Engel unter Posaunenklänge aus, damit es leise wird. Gott will leise unsere Aufmerksamkeit gewinnen“. Dies kann zum Beispiel durch einen Unfall passieren, der uns aus dem Alltag herausreist. Ein Trompetensignal kann auch eine Krankheit sein. „Der schlimmste Wegruf ist der Tod, alles steht still. Schade das Gott erst solche Wegrufe setzen muss“. Als Vorschlag sagte Pfarrer Werner Sulzer, einfach in der  Adventszeit für einen Tag Ruhe zu sorgen. Alle elektrischen Geräte ausschalten. Ruhe für sich finden und für seine Familie. Die Adventszeit beginnt mit einem Trompetenengel“.

Nach dem Gottesdienst erfolgte die Eröffnung des Adventmarktes in der Pfarrkirche durch die Kinder der Grundschule. Vor dem Altar war eine Leinwand aufgebaut, wo die Geschichte des Weihnachtssterns mit Bildern und vorgetragenen Texten von Anna Lena Meier, David Guttenberger und Ida Bäuml erzählt wurde. Zwischen den Texten sangen die Kinder Lieder. „Sterne hoch am Himmelszelt“, dabei sollten Sterne am Himmelszelt den Weg erhellen. Auch Könige machten sich auf Weg und suchten den Weihnachtsstern in dem Lied „Mein König macht sich auf den Weg“. Schließlich fragten sich Mensch und Tiere in dem Lied „Was hat das zu bedeuten?“, dort hoch am Himmelszelt, wer kann das nur deuten, was diese Nacht erhellt.

 Pfarrgemeinderatssprecher Ernst Lesser dankte den Kindern der Grundschule, den Vereinen und den vielen Helfern für die Unterstützung. „Allen Besuchern wünsche ich noch besinnliche Adventstage und ein frohes und friedliches Weih­nachtsfest".

 Nach der Eröffnung nutzten bereits viele Besucher die Angebote des „Schmidmühlner Adventmarktes“. Nach dem Gottesdienst herrschte noch ein reges Treiben am Kirchplatz bei den Verkaufsbuden. Die Besucher nutzten das reichhaltige Angebot der Vereine und Gruppen am diesjährigen Adventmarkt. Man versammelte sich am Kirchplatz beim Christbaum und verweilte in adventlicher Atmosphäre.

 Leider war am Sonntag Dauerregen und nur wenige Besucher hatten sich eingefunden.

 Am ersten Adventwochenende verzauberte sich der Kirchplatz wieder in einen Budenmarkt. Viele Besucher konnte man dabei am Samstag verzeichnen. Das Rahmenprogramm am Sonntag wurde sehr gut angenommen. Eingebunden in den Markt war eine adventliche Stunde in der Pfarrkirche, die von Gruppen und Vereinen gestaltet wurde. Auch wieder im Programm war ein Papiertheater, das ab 15 Uhr aufgeführt wurde. Leider war am Sonntag Dauerregen und nur wenige Besucher hatten sich eingefunden, um mit der Kutsche zu fahren. Michael Fischer hatte seine beiden Pferde prächtig herausgeputzt, doch durch den Regen wurden die Kutschenfahrten nur wenig genutzt. Der Regenschirm war am meisten gefragt. Dennoch hatten die Stände vereinzelt ihre Besucher.

 Da wurden neben den zahlreichen angebotenen Bastelsachen, die Buden mit Glühwein, Brat- und Ross Würste aufgesucht. Die Bläsergruppe der Blaskapelle St. Ägidius konnte wegen des Regens leider keine adventlichen Weisen am Markt spielen. Am Samstag und Sonntag konnte man sich beim Adventmarkt am Kirchplatz durch herrlich weihnachtliche Gerüche und wunderbar stimmungsvoll eingerichtete Stände in Weihnachtsstimmung bringen lassen. Vereine, Gruppen und karitative Einrichtungen sorgen für das leibliche Wohl. Genießen konnte man selbstgemachte Spezialitäten wie Weihnachtsplätzchen, Waffeln, Crepes sowie Bratwürste beim Trachtenverein, Kirwagemeinschaft und Kolpingsfamilie. Bei der Jugendfeuerwehr Schmidmühlen wurden Lángos und Apple Cider (Apfelpunsch)angeboten. Natürlich durfte der Glühwein und warmer Met zu dieser Jahreszeit bei den Ministranten und Imkerverein nicht fehlen. Ebenso wurde an den Ständen unter anderem Selbstgebasteltes angeboten. Mit viel handwerklichem Geschick ist attraktiver Weihnachtsschmuck wie Bienenwachskerzen oder Spielzeug aus unterschiedlichsten Materialien beim Landvolk, Katholischen Frauenbund und Kindergarten entstanden. Sein Losglück konnte man bei den Eltern-Kind-Gruppen versuchen.  

 Zur adventlichen Stunde hatten sich die Besucher in die Pfarrkirche eingefunden. Vereine und Gruppen boten einen kurzweiligen Nachmittag mit Liedern und Texten. Mit musikalische Beiträgen und Liedern untermalte die Bläsergruppe der kirchlichen Blaskapelle St. Ägidius, mit adventlichen Weisen. „Das Warten auf Gott findet nicht nur im „Vorzimmer des Glaubens“ statt, sondern gehört zum Herzen des Glaubens selbst. Warten kann also eine wichtige Übung für unseren Glauben sein, das Hinwarten auf Weihnachten nicht nur eine glühweingeschwängerte Rührseligkeit, sondern Vorbereitung für den tieferen Sinn dieses Festes“, so Ernst Lesser.

Der Advent, die etwas andere Zeit, hat begonnen. In der Stadt ist das deutlich sichtbar: Bäume mit Lichtern sind aufgestellt, in den Geschäften hört man Weihnachtsmusik, Adventskränze und grüne Zweige schmücken Geschäfte und    Wohnungen, der Nikolaus weist als Vorbote auf Weihnachten hin. Der Advent verändert unsere Umgebung und was verändert er bei uns selbst“? fragte Monika Jell von der Kolpingfamilie. In bayerischer Mundart sangen die Schmidmühlner Sängerinnen „So still is jetzt die Zeit“ und „Staad etz is Advent“. Über das Warten an der Bushaltestelle oder auf den Briefträger las Josef Färber vom Landvolk. „Bitte warten“, so lautete die Ansage von der Störungsstelle der Telefongesellschaft“, betonte Johannes Holler für die Ministranten. Auf die verschiedensten Möglichkeiten zu Warten machte  vom Katholischen Frauenbund Frau Anna Probst aufmerksam. Die Lieder „Ein Warten geht durch diese Zeit“ und „So sehr liebt uns Gott“ konnte man von der Gruppe „Cantores“ hören. „Wie ich es hasse, wenn du mich warten lässt“, so Anna Lena Braun von den Eltern-Kind-Gruppen. Kräfte Männerstimmen waren vom Männergesangsverein mit den Liedern „Weihnacht ist nicht mehr weit“ und „Abendruhe“, zu genießen. Das Adventsgesicht der Christen konnte man von Rosi Obermeier hören. „Ich habe auf das Licht gewartet aber vielleicht ist das Warten schon das Licht“, sagte Heinrich Leitz. Der Kirchenchor umrahmte mit den Stücken „Wie soll ich dich empfangen“ und „Der Herr hat den Himmel“. Pfarrer Werner Sulzer sagte dass in den Kaufhäusern und Geschäften bereits ab Oktober alles hell erleuchtet ist und bereits auf Weihnachten hinweise. „Wie schön ist es doch in der Kirche, da ab dem ersten Advent eine einzige Kerze, bis zur vierten Kerze schön langsam auf Weihnachten hinführe“.

 Pfarrgemeinderatssprecher Ernst Lesser begrüßte den Nikolaus, der trotz des Dauerregens dem Adventmarkt einen Besuch abstattete. Gespannt und mit großen Augen wurde der Nikolaus von den Kindern begutachtet. Kurzerhand wurde die Verteilung der Nikoläuse an die Kinder in die Pfarrkirche verlegt.