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Kinder kamen maskiert zum Familiengottesdienst

 Pfarrer Werner Sulzer feierte am Faschingssonntag einen Familiengottesdienst, zu dem die Kinder maskiert kommen konnten. Die gesangliche Umrahmung erfolgte durch die Kinderschola.

 Die Scholakinder versammelten sich zum Beginn des Gottesdienstes im hinteren Bereich der Kirche. Nach dem Einzug von Pfarrer Werner Sulzer in die Pfarrkirche, rannten die Kinder von hinten nach vorne zum Altar und sagen das Lied „Gott hat mich in sein Herz geschlossen“. „So viele Maskierte heute im Gottesdienst. Man kann Zwerge, Prinzessinnen und viele andere Masken heute im Gottesdienst sehen. Ich freue mich dass viele Kinder sich heute zum Familiengottesdienst maskiert haben“, betonte Pfarrer Werner Sulzer zum Beginn. Auch die Kyrierufe wurden von Kindern vorgetragen, ehe die Schola das Lied „Gott mag Kinder Große und Kleine, dicke, dünne, kurze oder lange Beine“. Dabei hatten sich die Kinder in den vorderen runden Bänken verteilt aufgestellt. Die Predigt trug Pfarrer Werner Sulzer wieder in Versform mit einer kleinen Maus vor, die mit ihm im Pfarrhaus lebt. Dabei konnte man hören, dass viele meinten man sollte den Gottesdienst moderner gestalten, damit wieder mehr Menschen in den Sonntagsgottesdienst kommen. Alles gehört einfach aufgepeppt. Es gehören ein paar Lichteffekte eingebaut und zum Schluss könnte man doch auch noch schunkeln. „Ob all dies allerdings die erforderliche Freude wieder mit sich bringt, kann man bezweifeln“, so die Worte der kleinen Maus. Zur Gabenbereitung bat Pfarrer Werner Sulzer die Kinder sich im Altarraum zu versammeln. Gemeinsam wurde auch das Vater unser gebetet. Zum Schluss dankte der Geistliche der Kinderschola für die lustigen Lieder und wünschte allen noch einen vergnüglichen Faschingsendspurt.



Zum Tod von Sr. M. Antholiana Stangl

Sr. Antholiana kam am 23.5.1932 in Raffach bei Fhurn zur Welt und wuchs zusammen mit 9 Geschwistern auf.  Mit 18 Jahren - im Jahr 1950 - trat sie in die Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen in Mallersdorf ein und legte 1956 die Ewige Profess ab. In Mallersdorf erhielt sie eine Ausbil­dung zur Krankenschwester.

Nachdem Sr. Antholiana in Weiden, Zwiesel und Aichach an Krankenhäu­sern gearbeitet hatte, kam sie 1975 nach Schmidmühlen und übernahm den Dienst der ambulanten Pflege. Unermüdlich war sie für die Kranken aktiv, unterstütze die Menschen bei der Pflege ihrer pflegebedürftigen An­gehörigen und begleite viele auch in ihrer Sterbestunde. Bis zum Erreichen ihres 70. Geburtstags füllte sie diese Aufgabe voll und ganz aus.

Daneben übernahm sie auch vielfältige Aufgaben in der Pfarrei: Geburtstagsbesuche, Vertretung des Mesners, Kirchenschmuck und Kirchenwäsche.

Als 2010 mit dem Wegzug von Pfarrer Braun und der Auflösung der Filiale die beiden Häuser geräumt werden mussten, leistete sie noch einmal ungeheuer viel beim Ausräumen der beiden Häuser.

Seit 2010 verlebte sie ihren Lebensabend in Mallersdorf - zunächst im Mut­terhaus, später im Schwesternaltenheim St. Maria, wo sie am Montag nach langer Krankheit endlich einschlafen durfte.

Da sicherlich nicht alle an ihrer Beerdigung in Mallersdorf teilnehmen konnten, die ihr Dank schulden, wollen wir ihrer am Fr. 28.2. beim Abendgottes-dienst um 18.00 Uhr gedenken. Es wäre schön, wenn Sie sich dafür Zeit nehmen würden.

 


Langer und beschwerlicher Weg / Sternsinger waren unterwegs

Die Aussendungsfeier der zwölf Sternsingergruppen der Pfarrei fand am Fest „Heiligdreikönig“ beim Festgottesdienst statt.

 Die Sternsinger wurden gesegnet und durch Pfarrer Werner Sulzer ausgesandt. Die Gruppen zogen anschließend durch die Straßen der Pfarrei. In seiner Predigt betonte Pfarrer Sulzer,

"als wir am vergangenen Sonntag am Ende der Bergweihnacht aus der Kreuzbergkirche traten, hatte sich gerade die Nacht über das Land gelegt“. Am westlichen Horizont war noch das letzte Leuchten des Abendrots zu sehen. Und am Himmel leuchteten die ersten Sterne. Ein ganz faszinierendes Bild. Es liegt etwas Trost-reiches in den Sternen. Und das obwohl sie winzig klein wie die Spitze einer Stecknadel sind und die Nacht wahrlich nicht erleuchten können. Und dennoch nehmen sie der Nacht etwas von ihrer Bedrohlichkeit. Anhand der Sterne kann man sich selbst im Dunkeln zurechtfinden. Es muss ein solcher Nachthimmel gewesen sein, der die Magier dazu brachte, aufzubrechen und diesem Stern zu folgen. Auf ihrem Weg haben sie wohl so manche Nacht im wörtlichen und im übertragenen Sinn durchlebt. Es war ein langer und beschwerlicher Weg mit vielen Gefahren und wie oft mögen sie ans Aufgeben gedacht haben. Und als sie endlich in Israel ankamen, scheint alles vergeblich zu sein. Nirgends ist da der neugeborene König zu finden. Da mag sich tiefe Verzweiflung auf ihre Seele gelegt und sie verdunkelt haben, bis – ja bis schließlich wieder dieser kleine Stern, dieses schwache Funkeln am Himmel erschien. Und sie schließlich von ihm geleitet zu dem kommen, der der Leitstern für unser Leben sein will.

„Ich bin das Licht der Welt.“ Sagt Jesus später einmal von sich selber. Aber er erscheint eben nicht als gleißendes Licht, das uns blendet, als taghelle Sonne, sondern er kommt als kleiner funkelnder Stern. Er schafft die Dunkelheiten dieses Lebens nicht einfach aus der Welt. Es gibt immer noch viel Dunkles, auch in seinem eigenen Leben, dass man manchmal an Gott irrewerden möchte. Aber es gibt eben auch diesen Stern, Jesus, der uns die Richtung zeigt, der Trost ausstrahlt, der uns durch die Dunkelheiten des Lebens leitet.

Wir können auf die Nacht starren und selbst zur Nacht werden oder auf die Sterne schauen und selbst zum Stern werden. Der Dreikönigsstern sagt uns: Mach Jesus zum Leitstern deines Lebens und die Nacht hat keine Macht mehr über dich.

„Dafür seid ihr Sternsinger ein leuchtendes Beispiel. Es gibt auf dieser Erde Millionen von hungernden, armen Kindern, eine große Dunkelheit in dieser Welt. Was kann ich als einzelner da schon ausrichten, mag sich manch einer fragen. Nicht viel, nicht mehr als ein Stern gegen den Nachthimmel“. Und doch ist das viel mehr als nichts. Jeder von euch sammelt heute Nachmittag im Durchschnitt hundert Euro; jeder von euch ermöglicht damit einem kranken Kind die medizinische Versorgung für einen Monat, einem Schulkind den Unterricht für ein Viertel­jahr, einem hungernden Kind die Notversorgung für ein halbes Jahr. Weil ihr Jesus als Stern folgt, indem ihr euch wie Jesus für andere einsetzt, werdet ihr zu einem Lichtpunkt im Dunkel unserer Zeit“. Wir können auf die Nacht starren und selbst zur Nacht werden oder auf die Sterne schauen und selbst zum Stern werden. Der Dreikönigsstern sagt uns: Mach Jesus zum Leitstern deines Lebens und die Nacht hat keine Macht mehr über dich.

Die 12 Sternsingergruppen, jeweils drei Kinder in den entsprechenden Gewändern der Heiligen Drei Könige und mit Weihrauchkessel, begleitet von einem Kind als Sternträger, zogen anschließend von Haus zu Haus und trugen ein Gedicht vor. Auf Wunsch schrieben sie über die Haustür die Buchstaben C, M, und B (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus).


Geschichte über vier Glocken / Kindersegnung

Am Neujahrstag fand in der Pfarrei die schon zur Tradition gewordene Kindersegnung in der Pfarrkirche statt. Dabei wurden die Kinder von Pfarrer Werner Sulzer einzeln gesegnet.

 Zum Beginn hatte sich das Gotteshaus mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den vorderen runden Bänken gefüllt. Zur Eröffnung wurde gemeinsam das Lied "Ihr Kinderlein kommet" gesungen. Pfarrer Werner Sulzer sagte,

 „Schön dass ihr am ersten Tages Jahres in die Kirche gekommen seid. Am Marktplatz war eine Kirche mit vier Glocken. Drei Glocken kamen immer wieder in Bewegung, nur die kleine Glocke war bisher nicht in Erscheinung getreten. Man glaubte gute Worte helfen immer. Und so kam es, dass an Weihnachten es hies heute ist ein Kind geboren. Die drei Glocken begannen wieder zu läuten und die kleine Glocke wurde von der Weihnachtsbotschaft „Frieden auf Erden“ geweckt und begann auch zu läuten. „Um auch uns den Frieden auf Erden zu senden, begannen auch die Glocken der Pfarrkirche zu läuten“. Die Kinder und Erwachsene wurden ganz still und horchten den Klang der Glocken.

„Die Kinder sollen nach vorne kommen und ich werde euch die Hand auf den Kopf legen", betonte Pfarrer Werner Sulzer.  Anschließend traten dann die Kinder und Jugendlichen einzeln vor den Altar, der Geistliche sprach sie mit dem jeweiligen Vornamen an, legte ihnen die Hand auf und segnete jedes Kind einzeln. Als Erinnerung erhielten die Kinder ein kleines Kreuz, dass Pfarrer Werner Sulzer von der letzten Fahrt nach Israel mitgebracht hatte.

 


Wie Weihnachten entstand / Bergweihnacht auf dem Kreuzberg

Am Sonntag wurde in der besonderen Atmosphäre der Kreuzbergkirche weihnachtlichen Liedern und Geschichten gelau­scht.

 Kerzenschein erhellte den Weg und auch die Kirche. Der Arbeitskreis Liturgie hatte zusammen mit Pfarrer Werner Sulzer und freiwilligen Helfern 230 Kerzen entlang der Kreuzwegstationen aufgestellt. Es bot sich ein herrliches Bild, winterlicher Reif um die Kreuzbergkirche, der Weg und die Kirche im Kerzenlicht erhellt. Pfarrer Werner Sulzer konnte eine stattliche Anzahl von Gläubigen auf dem Kreuzberg begrüßen. "Wir wollen heute bei Kerzenschein in drei Geschichten erfahren, wie Weihnachten entstand“, so Pfarrer Werner Sulzer. Den Anfang bildete das gemeinsame Lied "Freut euch ihr Christen". Bei der ersten Geschichte konnte man hören, dass ein Sohn seinen Vater fragte „wie entstand eigentlichen Weihnachten“? Im ersten Moment fühlte sich der Vater überfordert mit der Frage. Nach einem kurzen Überlegen versuchte er es mit einer Geschichte zu erklären. Weihnachten fing damit an, dass Gottvater einen Plan hatte und für seinen Plan braucht er Helfer, so rief er die gesamte Himmelsschar zusammen und fragte, „ich habe einen Plan, wie ich den Menschen helfen werde, wer möchte diesen Plan für mich ausführen“? Alle Engel hoben den Finger und wollten den Plan ausführen. Aber um diesen Plan zu erfüllen, kann derjenige seine himmlische Gestalt nicht behalten und muss im hilflosen Körper eines Babys geboren werden. Da sank der eine oder andere Finger schon und die Begeisterung nahm merklich ab.

Außerdem muss er allem entsagen, was das Leben hier so schön und angenehm macht. Alles wird ihm verloren gehen. Es vergingen einige Minuten und es wurde die Frage laut: Wer kann das erfüllen? Zwischen den einzelnen Geschichten sangen Sabine Lang und Paula Weigert Lieder, begleitet mit Gitarrenklang von Sven Weigang. In der zweiten Geschichte, konnte man hören, dass der Plan schon zum Scheitern verurteilt schien, trat aber Gottes Sohn hervor und sagte „Vater sende mich, ich will es tun“. Ein sanftes Lächeln spielte das Antlitz Gottes.  Doch dieses Lächeln wich sehr schnell, als er seinem Sohn mit ernster Miene erwiderte: Aber das ist noch nicht alles, es wird nicht ausreichen, dass du den Himmel verlässt und als Menschenkind geboren wirst. Du wirst auch für die Menschen leiden müssen. Auch auf Jesu Gesicht wurde nun eine Veränderung sichtbar. Trotzdem blieb er dabei und wiederholte seinen Entschluss: „Vater, sende mich. Ich will es tun.“ Mein lieber Sohn. Das Schwerste kommt freilich erst noch. Du wirst die Last der ganzen Menschheit auf dich nehmen müssen. Du musst etwas tragen, was für einen Menschen unerträglich ist. Und genau in diesem Moment werde ich dich ganz alleine lassen.

 Als ich meinem Sohn diese Geschichte erzählt hatte, sah ich dicke Tränen in seinen erstaunten Kinderaugen und er fragte mich: Hat Jesus auch mich so sehr lieb? Anstatt ihm eine Antwort zu geben, nahm ich meinen Sohn in meine Arme und drückte ihn ganz fest an mich, um ihn meine Überzeugung spüren zu lassen. Als nächstes folgte das Hirtengedicht „Wos hod denn die Hirtn nach Bethlehem trieb´m, warum sans in das Nacht bei di´ Herdn niat bliebm“.

 Als die Weisen Betlehem verließen, da blickten sie auf der Anhöhe vor der Stadt nochmals zurück. Sie sahen ein wunderbares Schauspiel. Der Stern, der sie zur Krippe geführt hatte, zersprang in tausend und abertausend kleine Sterne, die sich über die ganze Erde verteilten. Sie wussten nicht, was das zu bedeuten hatte. Auf ihrem Weg kamen sie an eine Wegkreuzung. Sie fragten einen Fremden nach dem rechten Weg.

Der gab ihnen freundliche Auskunft. Und genau in diesem Augenblick sahen sie über seinem Kopf ein kleines Sternchen leuchten.

Als sie am Abend in der Herberge waren und vom Herbergswirt liebevoll bedient wurden, da leuchtete auch über seinem Kopf ein kleines Sternchen. Da begriffen sie das Schauspiel, das sie auf der Anhöhe über Betlehem gesehen hatten. Überall, wo ein Wort der Liebe gesagt wird, wo eine Tat der Liebe getan wird, da leuchtet der Stern von Betlehem, ein kleiner Stern der Liebe.  

 Nach dem Segen von Pfarrer Werner Sulzer wurde gemeinsam "O du fröhliche" gesungen. Alle machten sich wieder auf dem mit Kerzen beleuchten Rückweg von der Kreuzbergkirche in den Ort Schmidmühlen. 



Weihnachten 2019 – Weihnachtsfest rührt an Wunden

Das Weihnachtsfest wurde in der Pfarrei mit durchwegs sehr gut besuchten Gottesdiensten in der Pfarrkirche würdig begangen. Am Heiligen Abend fanden eine Kinderkrippenfeier und eine Christmette statt. Es konnte auch das Friedenslicht mit nach Hause genommen werden.

 Die Kinderkrippenfeier wurde von der Bläsergruppe der Blaskapelle St. Ägidius und Schola umrahmt. Dabei führten Kinder und Jugendliche auf einer Bühne vor dem Altar ein Krippenspiel „Das Hirtenlied“ auf. Dabei handelte es sich um einen alten Hirten, der die Nacht liebte und um den Lauf der Gestirne wusste. Oft zeigte er seinem Enkel die Sterne. Die anderen Hirten dagegen gaben nicht viel auf die Rede des Alten Hirten. Dieser machte sich mit seinem Enkel auf, um den gerechten König zu suchen. Aber als er die kleine Familie mit dem neugeborenen Kind im armseligen Stall erblickte, blieb er wie angewurzelt stehen und starte auf das Kind. Es hatte keine Krone auf und trug keinen Purpurmantel. Enttäuscht trat er in die Nacht hinaus, bis er das weinen des Kindes hörte. Er ging wieder zurück und zog seine Flöte heraus und spielte sein Lied. Zum Schluss sagte der Alte Hirte „Der Retter ist einer von uns. Er kommt nicht von oben herab, sondern stellt sich mit uns auf eine Stufe. Er will nicht angehimmelt, sondern geliebt werden“! Nach der Kinderkrippenfeier verteilte Pfarrer Werner Sulzer kleine Sterne an die Kinder. Die gesangliche Gestaltung der Christmette erfolgte erstmals durch den Projektchor und am 2. Weihnachtsfeiertag gestaltete der Männergesangverein den Gottesdienst.

 Pfarrer Werner Sulzer sagte in seiner Weihnachtspredigt „Weihnachten ist ein zutiefst berührendes Fest. Kein Fest im Kirchenjahr berührt die Men­schen so sehr wie die Geburt Christi. Selbst knallharte Geschäftsleute oder abgebrühte Knackis lässt dieses Fest nicht kalt“. Die Kehrseite davon ist, dass dieses Fest auch an Wunden rührt. Selten schmerzen Einsamkeit und der Verlust eines lieben Menschen so sehr wie an Weihnachten. Nicht umsonst graut manchem vor diesem Fest. „Dass Weihnachten uns so sehr berührt, liegt sicherlich zum Teil daran, wie wir Weihnachten feiern: Kerzenschein und schöne Deko, Familienidylle und gefühlsbetonte Lieder tragen das ihre dazu bei, aber es liegt eben nicht nur an solchen Äußerlichkeiten, sondern auch am Kern am Inhalt dieses Festes: Gott wird ein hilfloses Kind“, betonte Pfarrer Werner Sulzer. Gott und Kind, die in der Krippe zusammenkommen, rühren an ganz tiefen Schichten in uns. Wir mögen noch so groß und erwachsen, gescheit und vernünftig werden, ganz tief in uns wohnt immer auch das kleine Kind, das wir einmal waren und dieses Kind in uns fühlt sich angesprochen vom Kind in der Krippe.

Und noch eine Schicht tiefer als das Kind hat Gott etwas von sich, einen göttlichen Kern in jeden von uns hineingelegt. An diesen göttlichen Kern rührt Weihnachten. Das göttliche Kind berührt Tiefschichten unseres Daseins, wo wir ganz Kind und ganz göttlich sind. Es geht darum, es nicht bei einem oberflächlichen, eintägigen Gerührt sein zu belassen, sondern uns dies wirklich zu Herzen gehen zu lassen. Weihnachten will erwogen werden und die Wiege, in dem wir es hin- und herwiegen, ist unser Herz.

„Nehmen Sie einen Gedanken aus dem Weihnachtsgeheimnis, eine Liedzeile, die sie besonders berührt, mit hinein in ihren Alltag und wiederholen sie ihn immer wieder, am Morgen, wenn sie gerade irgendwo warten müssen, damit das göttliche Kind in ihnen Wohnung nimmt“. Weihnachten will und berühren, uns zu Herzen gehen, aber es will nicht in meinem Herzen vergraben sein, sondern von innen her nach außen dringen, Weihnachten will mir in die Glieder fahren. Den Hirten fährt zunächst der Schrecken in die Glieder; doch dann lassen sie sich davon in Bewegung setzen und an die Stelle des Schreckens tritt eine übergroße Freude. Genauso will auch uns Weihnachten in die Glieder fahren. Es will uns in die Füße fahren, damit wir losgehen zu anderen Menschen. Es will uns in die Hände fahren, damit wir tätig werden für Menschen. Weihnachten will zum Tätigkeitswort werden. Wir sollen Weihnachten tun. Wo ich anderen menschlich begegne, wo ich zu einer menschlichen Atmosphäre am Arbeits-platz, in meiner Umgebung beitrage, wo ich zu einem menschenwürdigen Leben für die Armen beitrage, dort tue ich Weihnachten.

„Weihnachten will uns berühren und wirklich zu Herzen geht, um mir von dort aus in die Glieder zu fahren, damit wir aktiv werden für mehr Menschlichkeit in dieser Welt“.

 

 

 


 Nikolaus auch beim Seniorennachmittag der Pfarrei mit dabei

Die Pfarrei hatte die Senioren in das Pfarrheim zum monatlichen Seniorennachmittag eingeladen. Auch der Nikolaus kam zu Besuch.  

 Das Organisationsteam hatte sich für die Gestaltung des Nachmittags wieder sehr viel einfallen lassen. Das Pfarrheim war bis auf den letzten Platz gefüllt und mit Tischgestecken wunderbar adventlich gedeckt. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Plätzchen bestens gesorgt, sogar Glühwein wurde neben anderen Getränken gereicht. Pfarrer Werner Sulzer begrüßte die Senioren und dankte dem Organisationsteam für die Vorbereitungen. "Staad eatz is Advent" sangen die Schmidmühlner Sängerinnen, die den Nachmittag gesanglich umrahmten. "Einmal im Jahr" sagte Elisabeth Schönberger in einem Gedicht. "Einmal im Jahr glänzt die Welt voller Pracht, einmal im Jahr ist die Heilige Nacht". Die Senioren lauschten den Vorträgen und Liedern und erfreuten sich über den gelungenen Nachmittag. "Da Wind bloast vo da Leit´n her", sangen die Schmidmühlner Sängerinnen und Marianne Fleischmann las die Geschichte „Der Leuchtturm“ vor. Mit dem gemeinsamen Lied "Heut ihr Lieben wird´s was geben", wurde der Nikolaus im Pfarrheim begrüßt. Dieser konnte in seinem Buch berichten, „dass er zwar viele Adressen zum Besuchen hatte, doch niemand war zu Hause, denn alle waren beim Seniorennachmittag im Pfarrheim“. Er konnte berichten, dass die Senioren das abgelaufene Seniorenjahr recht gut überstanden haben. Trotz Zeitungsberichten, Fernsehen und mach lachmuskelstrapazierenden Sketchen, haben die sieben Seniorenengel sich wirklich redlich bemüht. Dafür überreichte er an die Helfer vom Seniorenteam, Elisabeth Schönberger, Marianne Fleischmann, Anna Dobler, Elvira Klesse, Emma Weigert, Thekla Weinmann und Renate Brechler ein kleines Präsent. Sein Dank galt auch den vielen Damen, die Senioren mit ihrem Auto zum Seniorennachmittag bringen. Der Nikolaus kam natürlich nicht mit leeren Händen und hatte für jeden Gast ein Geschenk mit dabei. Für die Besucher hatte das Organisationsteam noch „Zukunftsgedanken“. „Und die Hoffnung soll ma niat aufgeb´n, denn s´Dasein is net gnou. Der Mensch der goa koa Hoffnung hot, für den is jed´s Tor zou“. Viel zu schnell verging mal wieder der kurzweilige Nachmittag und es hat allen Besuchern sehr viel Spaß und Freude gemacht.

 

 


Adventmarkt / St. Nikolaus besucht die Kinder

 Der schmucke Adventmarkt wurde am Samstag in der Pfarrkirche, im Anschluss an den Gottesdienst feierlich eröffnet. Hierbei wurde auch die erste Kerze am Adventkranz in der Pfarrkirche entzündet. „Der grüne Adventkranz ist Hoffnung und Leben“, so Pfarrer Werner Sulzer. Die Kyrierufe und Fürbitten wurden von Kindern der Grundschule vorgetragen. Dann nahmen die Kindergartenkinder Aufstellung vor dem Altar und sangen die Lieder „Bald ist es soweit“ und „Kennst du den Weg nach Bethlehem“. Dann ging das Licht aus in der Pfarrkirche und die Kinder erleuchteten den Altarraum mit ihren selbst angefertigten Sternen und sangen das Lied „Stern hoch am Horizont“. Die kirchlichen und örtlichen Vereine gestalteten einen schmucken Adventmarkt am Kirchplatz. Am ersten Adventwochenende verzauberte sich der Kirchplatz wieder in einen Budenmarkt. Viele Besucher konnte man dabei am Samstag verzeichnen.

Das Rahmenprogramm am Sonntag wurde sehr gut angenommen. Eingebunden in den Markt war eine adventliche Stunde in der Pfarrkirche, die von Gruppen und Vereinen gestaltet wurde. Auch wieder im Programm war ein Papiertheater, das ab 15 Uhr aufgeführt wurde. Michael Fischer hatte seine beiden Pferde prächtig herausgeputzt und man konnte sich warm eingepackt durch die Straßen von Schmidmühlen fahren lassen.

 Neben den zahlreichen angebotenen Bastelsachen, wurden auch die Buden mit Glühwein, Brat- und Ross Würste aufgesucht. Die Bläsergruppe der Blaskapelle St. Ägidius spielte am Sonntag adventlichen Weisen am Markt. Am Samstag und Sonntag konnte man sich beim Adventmarkt am Kirchplatz durch herrlich weihnachtliche Gerüche und wunderbar stimmungsvoll eingerichtete Stände in Weihnachtsstimmung bringen lassen. Vereine, Gruppen und karitative Einrichtungen sorgen für das leibliche Wohl. Genießen konnte man selbstgemachte Spezialitäten wie Weihnachtsplätzchen, Waffeln, Crepes sowie Bratwürste beim Trachtenverein, Kirwagemeinschaft und Kolpingsfamilie. Bei der Jugendfeuerwehr Schmidmühlen wurden Lángos und Apple Cider (Apfelpunsch)angeboten. Natürlich durfte der Glühwein und warmer Met zu dieser Jahreszeit bei den Ministranten und Imkerverein nicht fehlen. Ebenso wurde an den Ständen unter anderem Selbstgebasteltes angeboten. Mit viel handwerklichem Geschick ist attraktiver Weihnachtsschmuck wie Bienenwachskerzen oder Spielzeug aus unterschiedlichsten Materialien beim Landvolk, Katholischen Frauenbund und Kindergarten entstanden. Sein Losglück konnte man bei den Eltern-Kind-Gruppen versuchen.  

 Zur adventlichen Stunde hatten sich die Besucher in die Pfarrkirche eingefunden. Pfarrgemeinderatssprecher Ernst Lesser dankte allen Teilnehmern und auch den vielen Besuchern. Vereine und Gruppen boten einen kurzweiligen Nachmittag mit Liedern und Texten. Mit musikalischen Beiträgen untermalte die Bläsergruppe der kirchlichen Blaskapelle St. Ägidius. „Die Türen gehen auf“ sagte Monika Jell von der Kolpingfamilie. In bayerischer Mundart sangen die Schmidmühlner Sängerinnen „So still is jetzt die Zeit“ und „Staad etz is Advent“. Man sollte „Feinfühlig werden“, sagte Lena Klieber vom Landvolk. Den Text beitrag „Brich auf mein Herz und wandre“, las von den Ministranten Michael Fochtner. Die Gruppe Cantores sang die Lieder „Es wird ein Stern aufgehen“ und „Herr wir warten dass du kommst“. Dazwischen erzählte Frau Anna Probst vom Katholischen Frauenbund von den vier Kerzen. Die Lieder „Jetzt atmen die Kinder Vorfreude ein“ und „Herr send herab uns deinen Sohn“ konnte man vom Kirchenchor hören. „Die drei Versprechen“, so Anna Lena Braun von den Eltern-Kind-Gruppen. „Lichterzeit“ konnte man von Rosi Obermeier hören und vom Pfarrgemeinderat machte Theresia Wetzel aufmerksam mit „Bleib einmal stehen“. Pfarrer Werner Sulzer wünschte den Besuchern „jeder sollte sich im Advent jeden fünf Minuten Zeit nehmen und darüber nachdenken, „Was habe ich heute Gutes getan oder gehört. Augen und Ohren offen zu halten für das Gute was es in der Welt gibt.

 Pfarrgemeinderatssprecher Ernst Lesser begrüßte den Nikolaus, der dem Adventmarkt einen Besuch abstattete. Gespannt und mit großen Augen wurde der Nikolaus von den Kindern begutachtet und verteilte dann Schokonikoläuse an die zahlreichen Besucher